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Fig. 2c
zuführen, ohne auf Hemmniffe zu ftofsen. Schon das Sproffenwerk der Verglafung,fo wie ftärkere Conftructionstheile des Dachftuhls und der Fenfter hindern den freienZutritt des Lichtes. Die Helligkeit deflelben, welche ohnehin durch doppelte, zumTheile mattirte Verglafung abgefchwächt zu fein pflegt, wird durch Staub, Rufs >Feuchtigkeit u. f. w. noch mehr vermindert. Nach den von Mohrmann und Herz-b er gWb} angeflehten Verfuchen wird im Ganzen etwa die Hälfte (für Dach- undDeckenfenfterverglafung 40 Procent, für eiferne Sproffen beider 10 Procent, zufammen50 Procent) zu rechnen fein. Bei diefer beträchtlichen Einbufse an Licht ift es umfo nöthiger, Dach- und Deckenwerk, fo wie deren Fenfter in folcher Weife zuconftruiren, dafs wenigftens die durch fie wirklich einfallenden Lichtftrahlen unmittel-bar und ungehemmt zur Wirkung kommen können. Allein gerade hiergegen ift beivielen Deckenlichtfälen von Gemälde-Samm-lungen, darunter bei manchen, die in neuererZeit errichtet wurden, gefehlt.
Ein Beifpiel folcher Art ift der in Fig. 298im Querfchnitt dargeftcllte Saal der Kunfthallczu Hamburg 270 ). Die eingezeichneten Licht-ftrahlenbündel am oberen und unteren Ende derBehangfläche verdeutlichen, wie wenig wirklichgutes Licht auf diefelbe treffen kann.
Die fehlerhafte Einrichtung beftcht ge-wöhnlich darin, dafs das Dachfenfter, wie inFig. 298, ziemlich hoch über dem Saale an-gebracht ift und, im Grundrifs gemeffen, nurungefähr die Gröfse des Deckenfenfters hat.Dabei find beide Oeffhungen nicht feiten durcheinen Schacht mit weifs angeftrichenen Wändenmit einander verbunden, als ob es darauf an-käme, den Saalfufsbodcn anftatt der Behang-flachen zu beleuchten. Es entfteht in Sälendiefer Art der doppelte Nachtheil, dafs beiSonncnfchein die dem Licht abgekehrte Wand«£des Schachtes auf das matte Glas des Decken-fenfters cc' einen tiefen Schatten wirft, währenddie von der Sonne befchienene Wand al b' einblendendes Licht auf die gegenüber befindlicheBilclerwand de zurückftrahlt. Das hiervon betroffene Bild fleht zwar in Folge deffenmitunter in höchft wirkungsvoller, magifcher Beleuchtung, allein auf Koften der Er-fcheinung der Bilder an der verhältnifsmäfsig dunkeln Wand d' <?', welche, nachdemman fich umgewendet hat und durch das grelle Reflexlicht faft geblendet ift, fin-den Augenblick kaum wahrnehmbar find.
Auf Grund diefer und ähnlicher Beobachtungen der Mängel einer Anzahl aus-geführter Deckenlicht-Gemäldefälc 27] ) ift man zu der Folgerung gelangt, die Ein-
Querfchnitt eines Gemälderaumes
der Kunfthalle zu Hamburg 27 ").
l W ». Gr.
"') S.ehe hierüber Thcil III, Hand 3, lieft r (Abtli. IV, Abfchn. 1,Abfchn. 4, A, Kap. ,) diefes .Handbuches..
a '°) Nach: Zeitfchr. f. Bauw. r868, lil. 5.2 ») Siehe: Zeitfchr. f. Bauw. t 8 79 , S. 15—24.
Kap. 1) und Band 4, 2. Aufl. (Abth. IV,