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Gebäude für Sammlungen und Ausstellungen
Entstehung
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keit nach oben zu rafcher, als nach unten zu abnimmt. Da, wo die Decke erreichtwird, ift die Helligkeit gleich Null.

Die Verbindungslinie diefer relativ hellften Punkte ift eine Curve iei ), die inFig. 292 u. 293 im Aufrifs geftrichelt, im Grundrifs ausgezogen angegeben und fym-metrifch zur Mittellinie gekrümmt ift.

Ferner fieht man, dafs der abfolut hellfte Punkt der Saalwand viel höher liegt,als Magnus und Tiedc angenommen hatten. Bei Sälen von der jetzt üblichen Breitevon durchfchnittlich 10 m wird diefe gröfste Helligkeit in der Höhe von ungefährnur 2,5 m (8 Fufs preufs.) über dem Boden, welche Lage Magnus für die vortheil-haftefte hielt, fich nie befinden können, es wäre denn, dafs man die Höhenlage desDeckenlichtes, durch Verkürzung des unterhalb des hellften Punktes gelegenenTheiles der Wände, fo verminderte, dafs die Räume für die Zwecke einer Bilder-Galerie überhaupt zu niedrig würden.

Die Höhenlage des Deckenfenfters wird (aufser den erft in Art. 206 zu er- 2 ° 5 -örternden Bedingungen) vor Allem zu feiner Lichtweite in Beziehung flehen, fodann und Größeauch zu feiner Länge, alfo kurz zu feiner Gröfse. Wird diefe geändert, fo ändert der

fich auch die Lage des hellften Punktes und damit auch die Lage fämmtlicherHellenlinien. Die von Mehmkc angefertigten Tafeln a ü'), durchweiche, bei gegebenerBreite eines Gemäldefaales, die Abhängigkeit der Lage des abfolut hellften Punktesder Saalwand von der Gröfse der Deckenöffnung veranfehaulicht wird, veranlaffenzu folgenden Beobachtungen:

1) Hei gleich bleibender Länge des Deckenlichtfenfters rückt der hellfte Punktnach oben, wenn die Fenfterweite vergröfsert wird, und zwar um fo fchneller, jegröfser die urfprüngliche Weite ift.

2) Bei gleich bleibender Weite des Deckenlichtfenfters rückt der hellfte Punktnach unten, wenn die Länge des Fenfters vergröfsert wird.

3) Die Veränderung der Länge des Deckenlichtfenfters ift von o- er ino-eremEinflufs auf die Höhenlage des hellften Punktes der Saalwand, als die Lichtweite

4) Die gröfste Helligkeit (d. h. die Helligkeit im hellften Punkte) nimmt mitjeder Vergröfserung der Oeffnung zu.

Dem Satze 3 ift hinzuzufügen, dafs lange Deckenlichtfenfter immerhin günfti»-erfind, als kurze, vorausgefetzt, dafs die Lichtweite gleich bleibt. Der abfolut hellftePunkt der Wand, alfo auch fämmtliche Hellenlinien derfelben rücken nicht alleinnach unten, was eine gleichmäfsigere Abftufung der Helligkeit nach oben und untenzur Folge hat; fondern die Hellenlinien werden mehr in die Länge gezogen undlaufen gegen die Mitte zu nahezu wagrecht.

Wenn man nun, wie gewöhnlich, um die Lichtöffnung an allen Seiten des Ge-mälderaumes eine gröfse Hohlkehle oder einen Deckenftreifen mit Gefims, durch-weg von gleich bleibender Breite, anordnet, fo entfpricht einer langen Deckenöffnungauch ein länglicher Saal, einer quadratifchen Deckenöffnung ein quadratifcher Saal.Letzterer erfordert begreiflicher Weife eine entfprechend gröfsere Lichtweite desDeckenfenfters, als ein Saal von rechteckiger Grundform, damit die Lichtfläche derOeffnung eben fo ausgiebig ift. Unter derfelben Vorausfetzung ift die achteckio- eüberhaupt die vieleckige Grundform für einen Deckenlichtfaal günftiger, als die

265) Keineswegs alfo eine Wagrechte, wie Mcntz (a. a. O., S. 490) annahm und die er als »Inlenfitats-Polaic« heze' -\263) Mittels diefer Tafeln kann z.B. für jede beliebige Länge und Weite des Deckenfenfters eines Saalgebencr Breite fofort die Lage des hellften Punktes der Wand ahgelefen werden.