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fchreiten gewefen wären, abgelenkt und ermüdet zu werden. Das Erdgefchofs wird durch eine fünfaxio-eFlurhalle der Langfront in zwei Hälften getheilt und ift auch fonfl für die darin enthaltenen Sammlungenvon Vafen, Kupferftichen und Zeichnungen, fo wie für Erfrifchungsräume nicht fo nutzbar gemacht (vergl.Fig. 261 bis 263), wie dies naturgemäfs in fpäteren ähnlichen Gebäuden gefchehen konnte, bei denendie in Art. 186 (S. 212) befprochenen Mängel des von Klenze gefchaffenen Vorbildes, auf Grund der dabeigemachten Erfahrungen, leicht zu vermeiden waren.
Die Alte Pinakothek ift das erfte Galerie-Gebäude in Deutfchland, deffen Räume mit Heizeinrich-tungen und grofsentheils mit Deckenlicht verfehen wurden. Im Aeufseren ift die römifche Hoch-Renaiffancedurchgeführt. Für die Architekturtheile wurde grünlicher Sandftein, für die Mauerflächen Backftein ver-wendet. Auch in diefer Hinficht ift die Alte Pinakothek bemerkenswerth, als eines der früheften Beifpieleder Neuzeit, bei welchen der Backftein-Rohbau wieder zur Anwendung kam.
Fig. 264.
Alte Pinakothek zu München 228 ).
Arch : v. KL-Jize,
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1.1000
Fig. 265.
Neue Pinakothek zu München 230 ).Arch : v. Voit.
Die Neue Pinakothek zu München (Fig. 265 230 ) wurde 1846—53 von v. Voitin unmittelbarer Nähe der Alten Pinakothek erbaut.
Das Gebäude hat die Grundform eines einfachen Rechteckes ohne irgend welche Vorlagen. Derim Grundrifs angegebenen Einteilung des oberen Gefchoffes entfpricht die des Erdgefchoffes, das die Samm-lung von Porzellangemälden, fo wie die des Königl. Antiquariums enthält und in der Mitte durch einen Ein-gang der Südfeite getheilt wird. Auch find an diefer Seite, gleich wie an der nördlichen Langfeite im
230) Nach: Bautechnifcher Führer durch München. München 1876. S. 154.
188.
BeifpielXII.