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ftellungsräume. Grundrifsbildung und Geftaltung des von Gofsfchalk entworfenen einttöckigen Hauwerkesfind der landfchaftlichen Umgebung angepafft.
Sind mehrere Säle erforderlich, fo eignet fich die dreireihige Anlage nichtallein für kleine Mufeen, fondern auch für folche von gröfserem Umfange und folchevon fehr bedeutender Ausdehnung.
Erfterer Art ift die ZöjÄw-Kunft-Galerie, die der Stadt Milwaukee vomStifter Layton zum Gefchenk gemacht und 1885 von Audsley entworfen und vonMix ausgeführt wurde (Fig. 248 218 ).
Das Gebäude enthält im Erdgefchofs drei Gemäldefäle und in deren Mitte einen Sculpturen-Saal,fämmtlich mit Deckenlicht erhellt, aufserdem die nöthigen Vor- und Gefchäftsräume, im KellergefchofsPack- und Vorrathsräume, fo wie die Kammern für Heizung und Lüftung.
Die Kunfthalle zu Philadelphia (Fig. 253 ^ 9) wurde für Zwecke der dortigenWeltausftellung von 1876, zugleich aber auch zur bleibenden Erinnerung an die1 oo-jährige Nationalfeier als Heimftätte der Kunft errichtet und von Schwarzmannentworfen und ausgeführt.
Das grofs angelegte Gebäude enthält, feiner Beftimmung gemäfs, eine Anzahl ftattlicher Säle mitDeckenlicht, die zur Aufnahme theils von Sculpturen, theils von Gemälden dienen und den mittlerendurch eine hohe Kuppel bekrönten Haupttheil der Kunfthalle einnehmen. Zur Ausftellung der Gemäldewurden hauptfächlich die beiden grofsen Seitengalerien angeordnet und durch Langwände in je drei Schiffegetheilt. Dem Andenken an die Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten find vier Eckbautengewidmet, die an der Südfeite mit Bogenftellungen, an der Nordfeite durch eine Reihe von mit Seiten-licht erhellten Räumen verbunden erfcheinen. Diefe letzteren werden für kleinere Sonderausftellungen undals Künftler-Ateliers verwendet und find in zwei Gefchoffen über einander angeordnet. Die Sculpturenflehen vornehmlich im Kuppelfaal und in den Flurhallen. Zu diefen gelangt man mittels grofser Frei-treppen an der Vorder- und Rückfeite. Zwifchen den Bogenhallen der Hauptfront und den Seitengalerienliegen offene Gärten, von denen aus die in den Ecken angebrachten Freitreppen zu Altanen fuhren, diefich über den Arcaden erftrecken.
Ein eigenartiges Beifpiel eines eingefchoffigen Sammlungsgebäudes mit theilszweireihigem, theils dreireihigem Grundrifs ift das von Reinike erbaute AkademifcheKunftmufeum zu Bonn (Fig. 250 220 ).
Darin ift die kunftarchäologifche Sammlung der Univerfität, beftehend aus einer kleineren Anzahlvon Origmalwerken und einer fehr bedeutenden Zahl von Gypsabgüffen, untergebracht. Das Gebäudeift aus einem älteren, für Zwecke des Mufeums umgeänderten Univerfitätsgebäude und aus demdamit verbundenen eigentlichen Neubau zufammengefetzt. Jeder der beiden Theile für fich kann alsGrundrifstypus eines kleinen Kunftfammlungs-Gebäudes dienen: der ältere Theil ift ein Centralbau mitdreireihiger Anordnung der Räume und enthält die Eingangshalle der ganzen Anlage, einen mittleren Rund-faal, an den fich links ein Hörfaal mit Nebenzimmern, rechts die Sammlungsräume für die Originalwerkeanreihen; der neue Theil bildet einen Langbau mit Deckenlichtfälen an den beiden Enden und in derMitte verbunden durch zweireihige Seitenlichträume. Diefer neue Langbau ift ausfchliefslich für die Gyps-fammlung beftimmt.
Die gefchloffene rechteckige Grundform mit Binnenhof fchafft eine Art vonMufenbezirk, der bei richtiger Anlage für ein den Zwecken der Kunft geweihtesSammlungsgebäude kaum günftiger gedacht werden kann.
Diefes °"ilt für die ausfchliefslich für Sculpturen beftimmte Glyptothek zuMünchen das Meifterwerk v. Klenze's, welche zugleich den erften Mufetims-Neubauunferes Jahrhundertes und eines der bemerkenswertheften Beifpiele eingefchoffigerAnlagen bildet. Das Bauwerk wird defshalb unter f zur Sprache kommen.
! 75-DreireihigeAnordnung.
176.
Beifpiel
V.
*77-
Beifpiel
VI
178.
Beifpiel
VII.
*79-RechteckigeGrundform
mitBinnenhof.
21S) Nach: Building news, Bd. 49, S. 850.
219) Nach: Deutfcrie Bauz. 1876, S. 303 u. 355.
220) Vergl. Theil IV, Halbband 6, Heft 2 (Art. 34, S. 33) diefes «Handbuches«