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Louvre zu Paris (flehe Art. 133, S. 184) u. f. w. fo fchön aufgeftellten claffifchenSculpturen wahrnehmen, verloren.
Die je nach der Himmelsrichtung unmittelbar einfallenden Sonnenftrahlenmuffen durch Blenden oder Vorhänge abgehalten werden.
Im Neuen Mufeum zu Berlin wird der Saal der deutschen Bildwerke im Erdgefchofs von zwei Seitenmittels Fenftern erhellt, die zu 4 / B ihrer urfprünglichen Höhe durch Wandungen gefchloffen und nur imoberen Fünftel verglast find. Die Wirkung diefer von Bötlicher getroffenen Anordnung ift nicht ungünftig.
Von Bauten neuerer Zeit find zu nennen: ein Saal der Antiken-Sammlung des KunfthiftorifchenHofmufeums zu Wien, ein folcher des Mufeums der bildenden Künde zu Stuttgart u. a. m., welche mittelsFenftern in zwei gegenüber liegenden Wänden erhellt werden.
Die Einrichtung von Deckenlicht ift zwar auch in manchen Sälen für Bildwerkegetroffen, im Allgemeinen aber durchaus nicht zu empfehlen (vcrgl. unter e, 2 diefesKapitels).
Deckenlicht fowohl, als Seitenlicht find ferner für Kupferftich-Cabinete undüberhaupt für die meiften fonftigen Sammlungsräume geeignet und werden dazu ver-wendet.
2) Eingefchoffige Mufeen.Die eingefchoffige Anlage der Sammlungsräume ift an fich einfacher, als diemehrgefchoffige und läfft eine freie, mannigfache Geftaltung des Gebäudes in Grundrifsund Aufbau zu.
Zur Verbindung des die Sammlungen umfaffenden Stockwerkes mit Unter-gefchofs und Dachftock genügen ganz untergeordnete Treppen. Zu dem durchein Portal oder eine Vorhalle gekennzeichneten Eingang führt oft eine Freitreppe.Auf der Ebnung, über der fich das Bauwerk erhebt, und an diefem felbft findenfich paffende Orte zur Aufftellung von Architektur-Fragmenten, Alterthümern undftatuarifchem Schmuck. Mitunter wird ein Atrium vorgelegt. Auch farbige Behand-lung ift hier am Platze. Die äufsere Erfcheinung des Gebäudes wird durch gärt-nerifche Anlagen mit Brunnen u. dergl. wirkfam gehoben.
Wenn das Mufeum aus wenigen Räumen, vielleicht nur aus einem Saal undeinigen anftofsenden Zimmern aufser dem Eingangsflur beftehen foll, fo kann derGrundrifs einreihig, etwa nach Fig. 247 215 ) u. 249, oder zweireihig nach Fig. 251 21(i )u. 252 217 ) angeordnet werden.
Diefe Beifpiele kleiner Mufeen find für die Sammlungen von Kunftliebhabernbeftimmt.
In den Mufeen nach Fig. 247 u. 249 ift der Hauptraum des Gebäudes mit Deckenlicht, nachFig. 251 mit hohem Seitenlicht verfehen. Unter der Privat-Galerie zu Penarth, unweit Cardin" (Arch.: Sewarä& Thomas) erflreckt fich ein ebenerdiges Gefchofs, welches aufser Eingangsflur, Halle und Treppe ein Arbeits-zimmer des Befitzers der Sammlung und eine kleine Wohnung des Hausverwalters enthält. Das Mufeumgehört aber dennoch zu den eingefchoffigen Anlagen, in fo fern es nur ein Gefchofs einnimmt. Es heilstTurner Houfe und enthält u. A. ausgefuchte Aquarell-Gemälde der älteren englifchen Meifter, fo wie eineAnzahl der leitenden und koftbarften Porzellane von Chelfea, Worcefter, Swanfea u. f. w.
Fig. 249 u. 251 find Studienfkizzen.
Das Mufeum »ßroekerhuis« zu Amfterdam (Fig. 252), fo genannt, weil die meiften Stücke ausBroek in Nordholland flammen, enthält die Schätze einiger reichen Sammler von Alterthümern. Die demPublicum zur Befichtigung geöffneten Sammlungsräume werden mittels Seitenlicht erhellt. Diefe Flurhalleund das vordere grofse Erkerzimmer liegen um vier Stufen niedriger, als die beiden hinteren Aus-
172.
Anlage
und
Geftaltung.
173-Einreihige
undzweireihigeAnordnung.
174-BeifpieleI bis IV.
215) Nach: Building news, Bd. 59, S. 25c.
218) Nach: Croqnis d'architecture, Jahrg. 4, No. IV, F. 6.
217) Nach: Architektonifche Rundfchau. Stuttgart. 1891, Heft 7.