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Gebäude für Sammlungen und Ausstellungen
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Florenz.

ionderen Gebäuden, alfo zur Errichtung eigentlicher Sammlungen, gaben fie vorerftkeinen Anlafs.

Erft feit dem Anfang des XVI. Jahrhundertes, als die Entftehung der Sammlungenvon Antiken eine weitere Entwickelung derfelben gezeitigt hatte, als fodann durch Erb-fchaft und Kauf allmählich immer mehr und mehr Kunftfchätze alier Art in denBefitz Einzelner gelangt waren, und als insbefondere die Erwerbung von Gemäldeneine grofse Ausdehnung angenommen hatte, da muffte man fie, wohl gefchützt undgeordnet, in befonders dafür eingerichteten Sammlungsfälen und Galerien bergen.

Eines der intereffanteflen Beifpiele für die gefchichtliche Entwickelung der Mufeen bilden die Samm-lungen der Mediceer, deren Anfänge oben bereits erwähnt wurden. Diefe Sammlungen find durch denJahrhunderte lang wirkenden Kunftfmn jener berühmten Familie zu der Höhe angewachfen, wie fie heutenoch in Florenz zur Freude der gebildeten Welt beliehen. Sie waren Anfangs in den Paläften und Gärten

vertheilt. Im Jahre 1580 fah fich Franz /., zweiter Grofsherzogvon Toscana, veranlaßt, das oberfte Gefchofs der fog. Uffizien,jenes kurz vorher von Giorgio Vafari zur Aufnahme der ver-einigten Verwaltungsräume errichteten, höchft wirkungsvollenGebäudes, zum Zwecke der Unterbringung der mediceifchenKunftfammlungen einzurichten (Fig. 234 u. 235). Er verbandes mit dem Palazzo Pitti durch den bekannten Gang, der ober-halb Ponte vecchio über den Arno führt, liefs durch Buontalentidie erforderlichen Umbauten vornehmen und u. A. die Tribuna(Fig. 243) zur Aufnahme der noch heute darin befindlichenSculpturwerke einrichten. Unter Ferdinand IL (1621 70)wurde die Sammlung anfehnlich vermehrt, befonders durcheine grofse Anzahl bedeutender Gemälde aus dem Nachlaffe derFamilie Rovero. Anna Maria, die letzte Mediceerin, vermachte1737 alle Kunftfchätze des Haufes der Medici dem Staate mitder Beftimmung, dafs diefelben für ewige Zeiten in der StadtFlorenz aufgeftellt werden follten. Aber erft Leopold L.(176590) vereinigte die Werke aus feinen Schlöffern in derGalerie der Uffizien, machte diefelbe dem Publicum zugänglichund legte auch das naturwiffenfchaftliche Mufeum zu Florenz an.Das Jahr 1471 bildet eine Epoche in der Gefchichteder Antiken-Sammlungen Roms durch die Gründung des capi-tolinifchen Mufeums, welchem der Stifter Sixtus V von Anfang und Nea P eI -an federen Beftand und öffentlichen Charakter verlieh, indemer diefe Sammlungen dem römifchen Volke fchenkte. Nicht'-""" minder ungewöhnlich war ihr Inhalt: eine kleine, aber flatt-

liche Reihe von Grofsbronzen, noch heute ein Schmuck des Capitols 173 ).

Die unvergleichlichen Sammlungen des Vatican entflanden Anfang bis Mitte des XVI. Jahrhundertesunter den Päpften Julius ff., Leo X. , Clemens VII. und Paul III. in dem von Bra7?iante erbauten undmit dem Vatican verbundenen Belvedere. Was Clemens XLV. (feit 1769) und Pius VI. (feit 1775) durchden berühmten E. Q. Visconti daraus machen und was die nachfolgenden Päpfte in diefem Jahrhunderthinzufügen liefsen, davon giebt der in Fig. 237 174 ) abgebildete Grundrifs der Vaticanifchen Sammlungeneinen Begriff.

Die erfte wirkliche Waffenfammlung fcheint die Prunkrüftkammer gewefen zu fein, welche der 1558geftorbene Marfchall Strozzi hinterliefs, da fie drei grofse Säle im Schlöffe Burgo zu Rom einnahm 17r> ).Das Mufeo nazionale zu Neapel wurde 1790 für die Königlichen Sammlungen der Alterthümer undGemälde, welchen Ferdinand I 1816 den Namen Mufeo Reale ßorbonico gab, eingerichtet. Es vereinigtin fich die verfchiedenen älteren und neueren Sammlungen der Krone Neapels, die aus Rom und Parmaflammende der Farnefc, fo wie jene aus den Paläften von Portici und Capodimonte, endlich die ErgebnifTe

Rom

Uffizien

l 78) Nach: Michaelis, a. a. O., S. 9.m ) Facf.-Repr. nach: Letaroiti.lv, a.175 ) Nach: Demmin, a. a. O.

O., Bd. I (Etifemlde des batiments % PI. j).