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Gebäude für Sammlungen und Ausstellungen
Entstehung
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Die Zeitfchriften etc. werden entweder in demfelben Zuftande, in dem fie ein-geliefert worden find, in das Zeitfchriften- oder Journal-Zimmer verbracht, oder aberfie werden lofe geheftet, wohl auch mit Schutzdeckeln verfehen oder in andererWeife vor Befchädigung oder Zufall verwahrt. In reicher ausgeftatteten Bibliothekenift für jede Zeitfchrift ein befonderer Lefeplatz vorhanden, auf dem ftets die neuefteNummer, das neuefte Heft etc. derfelben ausliegt. Die vorangegangenen Nummern,Hefte etc. werden in Gerüften aufbewahrt, welche an den Wänden des in Redeflehenden Raumes errichtet find und in denen fie fo lange bleiben, bis ein Jahrgang,ein Band etc. vollftändig ift und eingebunden werden kann. Bei einfacherer Aus-rüftung find nur diefe Gerüfte und ein Lefetifch vorhanden; fobald Jemand eineZeitfchrift etc. lefen will, mufs er diefelbe vom Gerüft herunterholen, kann alsdannauf dem Tifch Einficht davon nehmen und hat fie nach gcfchehener Benutzungwieder in das Gerüft zu verbringen.

Die fraglichen Gerüfte find nach dem Mufter der in öffentlichen Lefefälen undZeitungshallen gebräuchlichen eingerichtet. Sie bilden offene Gefache, deren Tiefebis zu 50 cm zu bemeffen ift. Je nachdem die Zeitfchriften darin liegend oderftehend aufbewahrt werden follen, ift die Breite und Höhe der Fache zu wählen.Bei liegender Aufbewahrung ift die Formatbreite für die Fachbreite mafsgebend;20 bis 25 cm Höhe werden alsdann in der Regel genügen. Sollen die (meift un-gebundenen) Zeitfchriften in die Fache eingeftellt werden, dann richtet fich derenHöhe nach der Formathöhe der Zeitfchriften; die Breite bemifft man nicht gernmit mehr als 8 bis 10 cm .

In den Volksbibliotheken Englands und Amerikas ift häufig ein befonderesLefezimmer für Frauen (Fig. 195 130 ), bisweilen auch ein folches für Knaben, jafelbft eines für Mädchen vorgefehen.93- Wie aus dem Vorhergehenden zu erfehen ift, fpielen die für die Zeitfchriften

beftimmten Lefezimmer in unferen Bibliotheken keine zu grofse Rolle. Anders iftdies bei den englifchen, namentlich aber bei den amerikanifchen Volksbibliotheken;in den gröfseren derfelben liegen Händig mehrere hundert Zeitfchriften auf.

Im Zeitungsfaal zu Bofton, welcher täglich bis IO Uhr Nachts offen fleht, lagen 1880 über

800 Zeitungen auf, und diefe wurden von 1 j-> Mill. Leiern benutzt. Cooper's Bibliothek in London legte

1880 über 300 Zeitfchriften auf, welche von 400000 Lefern benutzt wurden. Leeds verzeichnet 1890I,:! Mill. Befucher der Zeitungsfäle und Manchefter im gleichen Jahre 3 Mill. 131 ).

4) Sonftige Räume für das Publicum.« Das Ausleihezimmer follte ftets, auch bei kleineren Bibliotheken, von den

/imme.. Arbeitsräumen der Beamten getrennt werden; fonft werden die letzteren in ihrerThätigkeit zu fehr geftört. Daffelbe mufs für die Benutzer der Bibliothek leichtauffindbar und zugänglich, fo wie in feinen Gröfsenverhältniffen derart bemeffen fein,dafs es auch bei gröfserem Andränge, wie diefer an den Tagen der allgemeinenBücherrücklieferung und Neuausleihung ftattfindet, immer noch genügt 132 ).

In den Ausleihezimmern ift vor Allem die Trennung des Publicums von dendas Verleihegefchäft beforgenden Beamten zu erzielen. Am häufigften und ein-fachften gefchieht dies durch eine Schranke.

Für das Publicum find vor diefer Schranke gut beleuchtete Tifche und Pulte,fo wie einige Sitzplätze zu fchaffen; follen auch die Kataloge dafelbft zugänglich

'3') Nach: Reyer, a. a. O.

32) Siehe: Gkäsei., a. a. O., S. 33.

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