112
fachlich find auch in manchen Fällen derartige Lefetifche zur Anwendung gekommen(Fig. 161 113 ). Indefs mufs man im Intereffe der Raumausnutzung in der Regelhiervon abfehen, und man ordnet meift fo breite Tifche an, dafs fie an beidenLangfeiten von Lefern benutzt werden können.
Wird der Lefefaal durch Deckenlicht erhellt, fo ift von dem Standpunkte aus,dafs jeder Arbeitsplatz möglichft gut beleuchtet fein foll, die Stellung der Tifchevöllig gleichgiltig; der Gefichtspunkt der thunlichften Raumausnutzung, unter Be-
Fig. 161.
Lefefaal in der Volksbibliothek zu Birmingham* 13
rückfichtigung der unter 7 gefiellten Anforderung, wird vor Allem mafsgebend fein.Hiervon ausgehend und unter Vorausfetzung eines im Grundrifs rechteckig geftaltetenLefefaales, wird man die Tifchreihen parallel zu den Lang- oder Schmalfeiten des-felben zu ftellen haben; jede andere Anordnung geftattet keine fo günftige Aus-nutzung des Raumes. Dienen zur Erhellung des Saales aufser dem Deckenlichtauch noch feitliche Fenfter, fo hat man auch hier die Tifchreihen fenkrecht zu denFenfterwänden zu ftellen; im Uebrigen achte man darauf, dafs die Lefenden durchden Verkehr möglichft wenig geftört werden
U3) Facf.-Repr. nach: Revue gen. de Varch. 1884, S. 59.