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Sämmtliche Büchergerüfte ruhen auf der Decken-Conftruction, welche fich über dem I. Obergefchofsdes Bibliothekgebäudes erftreckt. Jedes Büchergerüft (Fig. 124) wird von zwei nach der Tiefe des ganzen
Gebäudes liegenden Trägern, deren Abftand voneinander 70 cm beträgt, getragen; diefe ruhenihrerfeits auf nach der Länge des Gebäudes ver-legten Unterzügen, welch letztere von gufseifernenSäulen getragen werden. Die Eifenträger, aufwelche fich die Büchergerüfte unmittelbar ftützen,find im Mauerwerk der Gewölbe und in derenHintermauerimg verborgen, fo dafs fie bei einemetwaigen Brande gefchützt find.
Die Freiftützen, welche die Decke desBüchermagazins tragen, flehen über den ebenerwähnten gufseifernen Säulen und find, bei 9,2 mHöhe, als hohle gufseiferne Säulen von 27 cmäufserem Durchmeffer conftruirt, die aus je zweiStücken zufammengefetzt find. So weit die in£_ _^_ _ Höhen von 2,3 m über einander wiederkehrendendurchbrochenen gufseifernen Zwifchenböden nichtvon den Büchergerüften getragen werden, alfo inden 4,2 m breiten Mittelgängen aller Bücher-gefchoffe, war noch eine Balkenlage von Walz-eifen mit einem Balkenabfland von l,os m erfor-derlich; diefe Balken find mit den von Säule zuSäule gefpannten Längsbalken durch Winkellafchenverfchraubt und tragen kleine T-Eifen, welche dendurchbrochenen Gufseifenplatten ein ficheres Auf-lager gewähren.
Die auf 9,2 m Höhe durchgehenden Bücher-gerüfte find aus Holz hergeflellt und haben aufserdem Büchergewieht noch die Laft der Zwifchen-böden aufzunehmen. Die erforderliche Stand-feftigkeit gegen Ausknicken erhielten fie haupt-fächlich durch fefte Verbindung mit den Säulenund mit den Trägern zur Seite des Mittelganges,fo dafs nur noch die Beanfpruchung auf Druck-feftigkeit auf eine Höhe von 2,3 m übrig blieb.In Rückficht auf diefe wurde jede Gerüft-Seiten-wand, bezw. -Scheidewand aus zwei Rahmftückenvon Kiefernholz (11,5 cm breit und 5 cm dick) ge-bildet und in der Höhe jedes Zwifchenbodens einQuerriegel eingezogen (Fig. 124); die Füllungenbeliehen aus 2 cm ftarken Fichtenbrettern. Dielothrechten Gerüftwände find unter einander injeder Zwifchenbodenhöhe durch zwei feile Buch-bretter, 25 cm über einander, verbunden, die, umdie Holzftärken nicht durch eingefchobene Grateoder Zapfen zu fchwächen, mit Winkeleifen anfes die Wände befeftigt wurden. In halber Höhe einesjeden Büchergefchoffes ift noch ein drittes feftesBuchbrett in gleicher Weife angebracht; alle übrigen
j< ............... 2-. 10 .............. >j Buchbretter, aus 3 cm ftarken Kiefernrahmen mit
Querfchnitt durch zwei Büchergerüfte in Fig. 123. 1,5 cm ftarken fichtenen Füllungen hergeflellt, findl'eo n - Gr - verftellbar, gehen jedoch auf die ganze Tiefe der
Büchergerüfte hindurch; fie ruhen auf meffingenen Stellftiften, welche in die fauber ausgeführten Boh-rungen der kiefernen Rahmftücke der lothrechten Gerüftwände eingedeckt werden. Die Breite derDoppelgerüfte beträgt 50 cm und ift im unteren Theile auf 70 cm vergröfsert.