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Gebäude für Sammlungen und Ausstellungen
Entstehung
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Auffteigevorrichtungen erreichen kann. Dies fetzt eine beftimmte Höhe voraus, dienicht übcrfchritten werden darf. Um indefs den Raum des Büchermagazins mög-lichft auszunutzen, mufs in der Höhe jeder Raumverluft nach Thunlichkeit vermiedenwerden; denn ein an fich geringfügiger Ueberfchufs", auf die gefammte verfügbareAnfichtsfläche der Büchergerüfte einer Bibliothek berechnet, mufs nothwendigerWeife zu einer erheblichen und mit der Gröfse der Bibliothek fteigenden Raum-verfchwendung führen.

Steffenhagen zeigt 90 ) an einem Beifpiele, dafs bei 8456,4 laut'. Meter Bücherreihen und 6 übereinander liegenden Büchergefchoffen zu je 9 Buchbrettern durch Vermehrung der Mühe der Bücherreihenvon 25 auf 27 cm hch der Raumverluft auf 62(3,4 lauf, Meter Bücherreihen beziffert, was dem Aufftellungs-vaiun für 19 000 Bände annähernd gleich kommt. Aelmlich geftaltet fich der Raumverluft, wenn in derHöhe der Büchergefchoffe Ueberfchüffe von 2 cm und mehr unverwendbar bleiben.

Rückfichten nicht allein auf eine zweckmäfsige Aufftellung, fondern auch aufdie gute Erhellung und bequeme Benutzung der Bücher machen es erforderlich,dais in jedem Büchergefchofs unmittelbar über dem Zwifchenboden, bezw. demGalerie-Fufsboden ein ca. 20 cm hoher Sockel angeordnet wird; dadurch werden dieBücher vor Befchädigungen beim Reinigen der Böden gefchützt und das Bückenbeim Nachfeilen und Hervorholen der Bücher in der unterften Bücherreihe erleichtert.

Soll nun erreicht werden, dafs felbft die oberften Buchbretter ohne irgendwelche 'Auffteigevorrichtung leicht und ficher benutzbar find, fo darf die benutzbareFläche eines Büchergefchoffes keine gröfserc Höhe als 2,20 m (über Oberkante desGalerie-Fufsbodens, bezw. Zwifchenbodens etc. gemeffen) betragen. Bei diefemHöhenmafs ift allerdings die Raumausnutzung keine günftige; von letzterem Stand-punkte aus ergiebt fich eine gröfsere Höhe als die zweckmäfsigfte.

Stcjfcnhagcn gelangt n x ) durch forgfältige Ermittelungen an der Univerfitäts-Bibliothek zu Kiel zu der Anficht, dafs die Büchergefchofshöhe von 2,47 »< (verfüg-bare Höhe, von der Oberkante des unterften Buchbrettes an gerechnet) für dieRaumausnutzung die vortheilhaftefte ift, was einem lothrechten Abfbinde der Zwifchen-boden-Oberkanten von 2,50 m entfpricht. Je weiter man unter diefe Höhe herabgeht,defto ungünftiger geftaltet fich die Raumausnutzung.

In der Bibliotheque nationale zu Paris beträgt die Normalhöhe der Bücher-gefchoffe thatfächlich 2,r,om, und in der Univerfitäts-Bibliothek zu Greifswald iftdiefes A'Iafs ohne Weiteres angenommen.

Will man der thunlichft günftigften Raumausnutzung dadurch Rechnung tragen,dafs man die Höhe der Büchergefchoffe gröfser als 2,20 m wählt, fo mufs man durchgeeignete' Auffteigevorrichtungen, unter denen die fpäter noch vorzuführenden Tritt-ftangen wohl die verbreitetften find, dafür Sorge tragen, dafs die oberfte Buch-reihe leicht und bequem erreichbar ift.

Nachftehend find die Höhen der Büchergefchoffe in einigen bekannteren Bibliotheken mitgetheilt:

Erweiterungsbau des Archiv- und Bibliothekgebäudes zu Hannover . rund 2,20 »>,

Königl. Bibliothek zu Stuttgart................ 2,2s >«,

Volksbibliothek zu Bofton................. 2,28.-, '»,

Herzogl. Bibliothek zu Wolfenbüttel.............. 2,30 m

Univerfitäts-Bibliothek zu Halle............... 2,30 "'

Königl. Bibliothek zu Stockholm............... 2,3 a '"

Univerfitäts-Bibliothek zu Kiel — 3 Gefchoffe von......... 2,40 ">

2 Gefchoffe von......... 2 r,o '"

80) In: Ueber Normalhöhen für Büchergefchoffe. Kiel 1S85.sl ) A. a. O., S 13—30.