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seinen altbekannten goldenen Abendhimmel über demDachauer Moose wiederholt, immer aber zieht diese oft ge-sehene Darstellung durch die eigenthümliche Leuchtkraftan, welche der Meister seinen Farben zu verleihen versteht.
Von eigenthümlicher Wirkung ist ein kleineres BildVon L. Meixner in München, „heranbrechende Nacht aufdem Lido bei Venedig", ein nächtlicher Effect, der sicheigentlich nicht wohl malen lässt, hier aber doch sehr über-zeugend wiedergegeben ist.
Gering an Zahl wie an künstlerischer Bedeutung sinddie Marinebilder, fast keines darunter ist besonderer Er-wähnung werth, mit Ausnahme eines grossen Bildes „nachdem Sturm" von Theodor Weber in Paris, welches in derDarstellung des bewegten Wassers, der Luft und in derGesammtwirkung vortrefflich ist.
Unter den Architekturbildern zeichnen sich durch sehrsorgfältige, zierliche Behandlung die von Neher in Münchenund Alt und Sattler in Wien aus; durch Farbe undWirkung ein „Inneres der Marcuskirche in Venedig" vonD. Neal und durch die tüchtige Behandlung und denguten Gesammtton, der einiger Maassen an die Werkeälterer Meister dieses Faches erinnert, mehrere Bildervon C. Springer in Amsterdam.
Die vervielfältigenden nachbildenden Künste, Kupfer-stich, Radirung, Holzschnitt, Lithographie sind während desZeitraumes von 1861—-1869 auf den Ausstellungen rechtzahlreich und auch gut vertreten und die traurige Prophe-zeihung, welche man oft aussprechen hört, dass die Photo-graphie sie bald verdrängen werde, scheint mir denn doch,Gottlob, in allernächster Zeit noch nicht in Erfüllung gehenzu sollen. Zwar die Lithographie verliert an Anwendungund Verbreitung, und es ist im Grunde daran nicht sehr vielverloren, wenn man sie so ersetzt, wie es neuerdings viel-