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wunden, dass, wer sie nicht kennt, gar keine ahnt, und dasist ja der Triumph des Kunstwerkes über das Kunststück.
Und so hätte ich in der Auswahl einiger wenigen Bil-der aus der grossen Menge, meine ich, nachgewiesen, dass,wenn man überhaupt irgend wo malen kann, man wahr-lich auch in Deutschland malen kann, und dass, ganz ab-gesehen von den sonstigen Vorzügen unserer Kunst undihrer Meister, diese auch auf diesem Gebiete internationalenWettstreites nicht verlieren, und das ist es quod erat demon-strandum.
Es ist eine charakteristische Eigenthümlichkeit der neue-ren Malerei, dass sie nicht nur Gegenstände und Situationennachbilden, sondern dieselben auch von innen heraus moti-viren und es dem epischen und dramatischen Dichtergleichthun will. Man hat das oft getadelt und in densechziger Jahren treten einige Kritiker dieser Tendenz sehrscharf entgegen, indessen ist es doch nicht zu läugnen, dassdie Kunst dadurch ihr Gebiet unendlich erweitert hat unddass in geistiger Beziehung unsere Maler ihre Vorgängerbedeutend überragen, wenn sie auch, im Ganzen und All-gemeinen genommen, an technischer Vollkommenheit hintermanchen von ihnen zurückstehen müssen.
Er hat dieses Streben oft genug über die Grenzender bildenden Kunst, welche derselben ihre materiellenBedingungen nothwendig stecken müssen, hinausgeführt,und ganz besonders hat die deutsche Malerei sich oft undgern in Gebiete verstiegen, auf denen sie mit dem bestenWillen nichts ausrichten kann; bei der französischen Kunstzeigt sich diese Tendenz weniger und jedenfalls in andererForm. Schon die erste deutsch-römische Schule streiftegern auf das literarische Gebiet hinüber, noch mehr aberbildete diese Neigung sich in der älteren Münchener Schuleaus; diese Schule hat in gemalter Philosophie und PoesieVieles und Viel geleistet, und wenn dabei manches Unver-ständliche und Unverständige hervorgekommen, so hat sichdoch darin auch eine Fülle von Geist entwickelt, welche