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gut gemalt ist „Ein stiller See" von L. Halauska, von demmir mehrere sehr gute Landschaften bekannt sind, unteranderen eine sehr wahre „Morgendämmerung"; unterden sehr guten Gebirgs- und Waldbildern von A. Hanschzeichnet sich ein „Wasserfall am Berninapass" und zweikleinere Bilder nach Motiven aus dem Salzkammergute,aus. Zwei Waldbilder von Jos. Holzer sind ebenfalls sehrzu loben, so wie einige kleinere Landschaften von E. v.Lichtenfels, J. Varonne und G. Seelos, von letzterem aucheine Anzahl sehr feiner Zeichnungen und Aquarellen. Eineigenthümliches Werk ist eine Herstellung des alten Athenzur Zeit des Perikles, im Bilde nämlich, von Jos. Hoffmann.Das Bild ist nicht eben schön gemalt, etwas hart und buntvon Farbe, aber von diesem Mangel abgesehen ist es rechtanmuthig. Ob das alte Athen so ausgesehen hat — werweiss es?
Einer der ausgezeichnetsten Meister unter den WienerLandschaftsmalern ist Joseph Selleny. Er war der grossenExpedition als Maler beigesellt, welche die österreichischeRegierung vor Jahren in die indischen und östlichenMeere sandte, und hat von der Reise eine reiche Aus-beute an Studien und Skizzen heimgebracht, die er mitgrossem Geschicke zu Bildern aus jener fernen Weltbenutzt. Ich erwähne davon „Die Insel St. Paul im indi-schen Ocean" und „Die Felsentempel von Mahamalaipur".Das erste ist ein gar seltsames Bild; eine braune Felsen-masse wie verloren in einer unendlichen blauschwarzenWasserwüste unter einem düsteren Himmel und nur vonSchwärmen von Vögeln belebt. Der Maler hat seinenStandpunct so hoch genommen, dass er die Insel fast inder Vogelperspective sieht und das Meer rings umher.Diese Darstellung macht einen gar eigenthümlichen Ein-druck, der durch die starken Gegensätze der Farbe nochverstärkt wird. Das zweite Bild zeigt uns eine der wunder-lichen Tempelbauten oder vielmehr Tempelhöhlen Indiens,einige Palmen und fernes Meer ebenfalls in wirkungsvoller