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Deutsche Maler : von Asmus Jakob Carstens an bis auf die neuere Zeit
Entstehung
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vielleicht erscheint Manches in diesem grösseren Maassstabund in der ganzen Ausführlichkeit des fertigen Bildesweniger anregend für unsere Phantasie als in jener ein-facheren Form der Kohlenzeichnung, welche Manches nurandeutet, was das Gemälde ganz ausspricht. Vielleichtauch stört die eigenthümliche Anordnung der Bilder, welcheimmer zwei, ein grösseres und ein kleineres, in einem über-grossen und schweren vergoldeten Rahmen, wie Paneelein einem Thürflügel, mit biblischen Beischriften, verbindet,den ganzen Genuss derselben. Genug, jenen Hauch derPoesie, welcher in den vortrefflichen Zeichnungen wehte,besitzen diese Bilder nicht im gleichen Maasse.

Wie J. W. Schirmer die Bücher Moses malend nach-dichtet, so Friedrich Preller in Weimar die Odyssee, jedochin einer etwas anderen Weise.

Ist bei den biblischen Compositionen Schirmer's dielandschaftliche Stimmung das Wesen der Darstellung, soist es in den Compositionen Fr. Preller's die rhythmischeForm.

Bei den Schirmer'schen Darstellungen herrscht dasLandschaftliche vor, die Figuren sind untergeordnet, derhistorische Stoff ist gewisser Maassen nur Vorwand, nurMotiv zur Darstellung und nicht der Kern und das Wesenderselben; bei Preller hingegen ist der historische Gegen-stand Grund und Ursache der bildlichen Darstellung, dieFiguren sind eben so wesentlich wie das Landschaftlicheund können davon unmöglich getrennt werden, auch nichtder blossen Form nach, denn Eines completirt das Andere.Bei Schirm er ist es Glanz und Farbe vorzüglich, was dasGedicht macht, bei Preller Rhythmus und Form.

So näheren sich Preller's Odysseus-Bilder unter allenden modernen Landschaften am meisten jenen Werken deralten italienisch-französischen Meister, ich stehe aber nichtan, zu behaupten, dass sie dieselben an Vollendung desFormellen übertreffen und also auch in dieser Richtungzeigen, dass die deutsche Landschaftsmalerei zu Ende des