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mit reicher Umgebung, welche wie die Stoffe vortrefflichgemalt ist, von B. Plockhorst, und von einem anderen vonKraus, beide in Berlin.
Unter Schadow's, des Gründers der Düsseldorfer Schule,Schülern sind es hauptsächlich Th. Hildebrandt und KarlSohn, welche als Bildnissmaler weit verbreiteten Ruf er-worben haben; ersterer als gewissenhafter Darsteller desgegebenen Objectes mit einer demselben treu folgenden, ob-jectiven, einfachen und fleissigen Darstellungsweise; letztererals höchst geschmackvoller Darsteller weiblicher Schönheitin höchst virtuoser, meisterhafter Behandlung. Ein weib-liches Bildniss aus früherer Zeit von Theodor Hildebrandtist ein Beispiel von sorgfältig treuer Naturnachahmung,worin bei aller Geschicklichkeit der Behandlung diesedennoch ganz Nebensache ist und nur der darzustellendeGegenstand die Hauptsache; das Individuelle der Erschei-nung ist durchaus überzeugend und wer auch nicht vonder treffendsten Aehnlichkeit des Bildes Kunde hätte, würdediese keinen Augenblick bezweifeln. In Sohn's Portraitsist es vielmehr der Reiz der Farbe und der genialen Be-handlung, als die treue Naturnachahmung, welche denKundigen anzieht, den weniger Kundigen besticht dieschöne Erscheinung des Bildes; der Meister, allen Werthauf die frische ungetrübte Farbe legend, verzichtet auf einestrenge Zeichnung, welche seinen Pinsel binden und anfreier Bewegung hindern müsste, und so erscheinen seineBildnisse mehr im Allgemeinen schön und anmuthig, alseigentlich charakteristisch und individuell; nicht als ob esan der Aehnlichkeit mit der dargestellten Person mangelte,auch nicht an der allgemeinen Wahrheit der Erscheinung,wohl aber fehlt jene spiegelbildartige Aehnlichkeit, jeneNachahmung des der Person als solcher ganz besondersEigenen und Eigenthümlichen. Deshalb hatte der Meisterden Ruf, in Frauenbildern treffender zu sein, als in männ-lichen; die Erscheinung weiblicher Individualität sind wirgewohnt in einer Art von Verklärung und Umgestaltung