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Deutsche Maler : von Asmus Jakob Carstens an bis auf die neuere Zeit
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ersten Kapitel dieses Buches erwähnten Portraits vonJ. A. Ramboux.

Auch die berühmtesten deutschen Künstler dieser Zeitund Richtung, ja selbst ihre nächsten Nachfolger und solche,welche nur indirect mit ihnen in Verbindung standen,theilen diesen Mangel, selbst die zur Zeit als Coloristenberühmten sind nichts weniger als dies.

Ich erwähne hier einige Portraits von zwei berühmtenMeistern, berühmt wegen ihrer Farbenkunst bei allen ihrenZeitgenossen, Werke, welche das eben Gesagte bestätigen,und zwar stammen dieselben nicht einmal aus jener Zeitder ersten Entwicklung, sondern aus noch späterer Periode.

Schadow'sPoesie", welche ich schon früher erwähnte,trotz des Titels doch nur ein Portraitbild, ferner eine Kin-dergruppe, sind, obwohl in der Zeichnung und Modellirungsehr sorgfältig und naturgetreu, doch in der Farbe undBehandlung so ausserordentlich trocken und dürftig, dasssie der wirklichen Naturerscheinung durchaus fern stehen.

Des später als Portraitmaler mit Recht so berühmtenKarl Begas frühere Werke sind, wenngleich nicht ganz sofarblos, doch ebenfalls entsetzlich trocken, wie zum Beispieldas Portrait Thorwaldsen's und etwas minder das Doppel-portrait seiner Eltern.

Später haben diese Künstler selbst, oder ihre Schüler,die malerische Technik und damit den Reiz der Farbe undder Behandlung wiedergewonnen; ein geistig frisches Lebenin der Kunst bringt auch die materielle Seite derselbenwieder zur Blüthe; Uebung fördert und es bildet sich eineneue Tradition der Kunstfertigkeit, welche wir heute wie-der auf hohem Grade erblicken.

Die Portraits von Karl Begas interessiren später nichtnur durch ihre geistvolle, lebendige Auffassung, sondernausserdem noch durch die dargestellten Persönlichkeiten:Männer wie Cornelius, Rauch, Humboldt, Gottfried Scha-dow u. s. w.

Von seinen vielen Werken dieser Art will ich ausser