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französischen Mustern; die ganze Richtung dieser Kunstist nicht deutsch, ist eine fremde: indessen sind beide deut-sche Künstler, wenn auch im Gefolge von Fremden, dochjeder in seiner Weise originell; haben sie ihre Techniknicht erfunden, so haben sie sie wenigstens selbstständigausgebildet und auf eine solche Höhe der Vollendung ge-bracht, dass sie zu den allerersten Meistern in dieser Rich-tung gezählt werden müssen. Die Malerei in Becker's.Bildern ist im höchsten Grade frei und virtuos behandelt,der Maler coquettirt mit seiner Geschicklichkeit und suchtuns zu überzeugen, dass das Schwierigste nur ein Spiel sei.
„Die Venetianische Maskenscene" ist in jeder Weiseein feines Bild, fein gezeichnet und wundervoll von Farbeund von einer Behandlung, in welcher wirklich eine Coquet-terie des Machwerks erscheint.
Die unzweifelhaften grossen Eigenschaften, welche diePariser Schule durch consequentes Verfolgen einer lediglichcoloristischen Malkunst errungen hat, treten wie in einerGesammtsumme in diesem Bilde, und in einem zweiten „Inder Bildergallerie" zu Tage und keineswegs in der Weiseeiner Nachahmung fremder Meister, sondern in ganz selbst-ständiger Anwendung. Die grösste Bestimmtheit der Local-töne, die feinste Zusammenstellung derselben zu einer voll-kommenen Harmonie, die grösste Kraft und Tiefe bei allerWeichheit und der vollkommensten Abstufung nach rück-wärts, ein so feines Maass der Ausführung nach der Be-deutung des Einzelnen zum Gesammteffect, genug alles,was zur glänzendsten malerischen Erscheinung erforderlichist, ist in diesen Bildern.
Dabei sind die Gegenstände sehr anmuthig, geschmack-voll, erfreulich, auch anregend, wir vermuthen zwischen dendargestellten Personen leichte Liebesintrigue, Eifersucht; esist nicht nur Malerei, wenn auch das sonstige Interesse anden dargestellten Begebenheiten das leichteste, oberfläch-lichste bleibt. In ihrer Art eine Art von Darstellungen,welche man früher als Conversationsstücke zu einer eigenen