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Deutsche Maler : von Asmus Jakob Carstens an bis auf die neuere Zeit
Entstehung
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barer Weise wohl eine Veränderung seiner Kunstweise,aber kaum eine Entwicklung und Steigerung derselben,es müsste denn die sein, dass die neueren Werke in derBehandlung noch einfacher und von noch geringerem Auf-wand an malerischen Mitteln erscheinen, als die älteren; esscheint aber nur so; in der That ist diese scheinbareSchlichtheit und Einfachheit nur das Product einer nochhöheren technischen Fertigkeit und einer noch grösserenOekonomie mit dem, was wirkt und des Beschauers Augeanspricht.

AA r as man sonst als Behandlung bezeichnet, als Vor-trag, tritt in- Knaus' Bildern wenig hervor, sie sind wederbreit gemalt noch spitz, flüssig und glatt verbinden sichdie Töne und sind doch bestimmt und geschieden, und diezierliche feine Behandlung ist nirgendwo geleckt und auchnirgendwo rauh. Die grösste Ausführlichkeit im Einzelnenordnet sich überall dem Ganzen unter, und wir glauben sieauch da zu sehen, wo sie in der That nicht ist, so sehr istdas richtige Maass am richtigen Orte eingehalten. Indemder Künstler nur mit dem Pinsel zu zeichnen scheint,bringt er das glänzendste Colorit hervor, nicht ein Coloritim Sinne willkürlich gesteigerter Farbengebung, sondernscheinbar die Farbe der Wirklichkeit, nur gewisser Maassenin der Verklärung, wie das feine Auge des Künstlers siesieht und zur Geltung gebracht durch die künstlerischeZusammenfassung des Beschatteten und des im LichteGlänzenden.

In einzelnen Werken des Künstlers liegt der poetischeWerth des Kunstwerks mehr im Formellen, und zwar inder sehr individuellen Besonderheit dieses Formellen. EineSchmiede zeigt uns eine seltsame Zusammenstellung vonPersonen und Sachen. Ein alter Nagelschmied ist amAmboss beschäftigt in einer Werkstätte, welche durchausein märchenhaft phantastisches Ansehen hat; Pferdeschädel,alte Bücher deuten auf des Mannes thierärztliche Praxis,vielleicht auch ist er ein Wunderdoctor; ein alter Rabe