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genstände schon vom Gegenstande selbst gegeben; wasdie Künstler Composition nennen, ist bei den Genremalernsehr häufig nur ein geschmackvolles Zusammenordnen ge-gebener Dinge; wie häufig wird in diesen Bildern be-wundert, was nur ein glücklicher Fund des Künstlers war,der freilich solchen Fund seinem feinen Auge verdanktund dessen Geltendmachung seiner geschickten Technik.Ich weiss, dass die Genremaler mir diese Aeusserungsehr übel aufnehmen und mir verargen werden, dass ichaus der Schule schwatze und des Handwerks Geheimnisseverrathe, indessen ist die Kritik es den mühevollen undvergleichungsweise undankbaren Bestrebungen der idealenKunst schuldig, die Wahrheit zu sagen und eine oft über-mässige Bewunderung von Reizen, welche die Natur mehrals die Kunst gab, auf ein richtiges Maass zurück zuführen.
Unter allen Genremalern, hat bei den Künstlern undKunstkennern Ludwig Knaus den ersten Preis und dengrössten Ruhm davon getragen, und in der That ist Knausein Künstler ersten Ranges und einzig in seiner Art. Eineganz wunderbare Virtuosität der Behandlung, eine Feinheitder Farbe, eine Leichtigkeit des Vortrages verbindet sichin seinen Werken mit der schärfsten Charakteristik undmit einer Lebendigkeit des Ausdrucks, welcher durch diescheinbare Einfachheit und Mühelosigkeit der Darstellungder natürlichen Erscheinung um so näher kommt.
Die Virtuosität dieser Malerei, welche in der That allesübertrifft, was moderne Künstler aller Schulen geleistethaben und auch unter den Alten in dieser Weise wohlihres Gleichen wenig haben dürfte, ist um so grösser, alssie sich verbirgt und, worin die wirkliche Virtuosität eigent-lich besteht, mit den einfachsten und geringsten Mitteln diegrösste Wirkung erreicht. Verschiedene Werke des Künst-lers aus verschiedenen Zeiten (vor 1861) zeigen wunder-