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Deutsche Maler : von Asmus Jakob Carstens an bis auf die neuere Zeit
Entstehung
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Ganz dieser Richtung angehörend, wenn auch wenigerernst und anspruchsvoll istDes Burschen Heimkehr", vonW. Nerenz, ebenfalls ein Bildchen, welches als Typus fürdie Düsseldorfer Genremalerei in der Zeit von 18301840dienen kann. Ein zierlich, in ein Phantasie-Costume ausdem sechszehnten Jahrhundert etwa" gekleideter jungerMann, klopft bescheiden an die rebenumrankte Thür eineshalbländlichen Häuschens, ein nettes, üppiges und züchtigesMägdelein aber tritt überrascht an's Fenster; das ist allesmit der sorgfältigsten Ausführlichkeit und wirklich sehrgut gemalt, nur von einer so musterhaften Sauberkeit, alswäre nicht nur das Häuschen, und das Mädchen drin, son-dern auch der Wanderbursche und alles, was er an hat,ganz frisch und neu, oder doch eben sorgfältigst abgestäubtund gewaschen. So sind auch hier wieder naturwahreEinzelheiten zu einem phantastischen unwahren Ganzenzusammengebracht, etwa wie in den Novellen unsererromantischen Dichter.

Ein sehr schönes Werk dieser früheren Epoche derDüsseldorfer Schule ist derHeimkehrende Krieger" vonJakob Becker in Frankfurt a. M. Ein entlassener Land-wehrmann steht trauernd und nachdenklich an einem Grabeauf dem Dorf-Kirchhof und der Todtengräber erzählt ihm.Während der Tod den Soldaten auf dem Kriegsfelde ver-schonte, hat er daheim ihm die Lieben entrissen. Tiefes,wahres Gefühl, ohne alle Uebertreibung und Affeetationspricht sich in der ernsten Gestalt des Soldaten aus undin der anderen Figur die oberflächliche Theilnahme einesguten, geschwätzigen Alten.

Die Malerei dieses Bildes ist zwar- für heutigen Ge-schmack vielleicht etwas zu glatt und die Behandlungetwas zu spitz, indessen ist sie es keineswegs in dem Maasse,wie in den bisher angeführten Bildern; es fehlt nicht anHaltung, das Einzelne ist zwar überall mit gleicher Aus-führlichkeit behandelt, aber es ordnet sich in's Ganze, dieHärte und Bestimmtheit der Contouren ist nicht störend.