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zählt und sein Bild „Der letzte Abend eines zum TodeVerurtheilten" schon in früherer Zeit entstanden ist, weissich nicht; Farbe und Behandlung lässt es vermuthen.
Es ist ein unscheinbares Bild von schwärzlicher Farbe,aber von einem so tief empfundenen ergreifenden Ausdruck,wie wenig andere.
Die älteren Genremaler de ( r^rXjs^eJ^o^er^Schule be-gnügten sich nicht mit den einfachen Gegenständen, welchedas wirkliche Leben umher ihnen gab; die poetischrorgan-t^ch^Ricjitung^ welche die Schule beherrschte, wirkte auchauf die Genremaler in derselben. Die Richtung auf einesubjective Gefühlspoesie und der Emfhis^j|CT^ichte^ führtesie über die schlichte Wirklichkeit hinaus in eine erträumtepoetische Welt; wie ich aber schon bei den Historienmalerndieser Zeit und Schule bemerkte, ist das poetische Motiv,welches sich im Bilde aussprechen soll, gewöhnlich nichtin demselben und seinem Gegenstande enthalten, sondern ^^d|§/v§il$t^3Ä£8£Jt_^!BJVdie^Seebanstim^rnj^g- des^£ünstlers öS!*wieder, und so hat man nicht ohne Sinn die ältere Dussel- ■
dorfer Malerei als eine lyrische, Malerei bezeichnet.
C. F. Lessing's „Räuber und sein Kind" ist vielleichtdas vollständigste Beispiel dieser Richtung in der Genre-malerei. Bei aller Ausführlichkeit einer portraitartigen Dar-stellung fehlt dennoch die rechte Individualität, weil dieSeelenstimmung vom Künstler in seine Figuren hinein-getragen, diesen nicht im Innersten eigen ist; wir werdennicht überzeugt von der Wahrheit der Situation oder derBegebenheit, und obschon die Situation uns eine Ent-wicklung derselben in Vorher oder Nachher in der Phan-tasie aufdrängt, wäre es uns doch unmöglich, eine ver-nünftige und wahre Lösung dieses Problems zu finden;nur das Aeussere ist aus der wirklichen Welt, das Innereist aus der subjectiven Stimmung des Künstlers entnommen,deshalb vielleicht auch ähneln die Hauptfiguren dieserBilder so oft ihren Autoren.