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wisse Schönheit gewahrt; das Schönheitsgefühl des Künst-lers äussert sich in der Wahl der Naturerscheinungen,welche er nachbildet.
So ist „Der Christmorgen" eine wahre Perle unter denGenrebildern des Meisters. Die glücklichen Kleinen, glück-lich im Besitz der ärmlichen Geschenke, wie lieblich undanmuthig äussert sich ihre Freude und wie vielseitig nachAlter und Charakter! Wie naiv verdriesslich und betrübtist der ungezogene Junge, welcher nichts bekommen hat,wie allerliebst das Mädchen, welches ihm mitleidig vonseinen Aepfeln einen anbietet! Wie ist das alles der Naturabgelauscht! Jenes Kleinere, welches der Magd seineSchätze zeigt, und diese scheinbar bewundernde Theil-nahme! Das glückliche Elternpaar — welche Innigkeit,welches stille Glück, welches warme Gefühl und wieschlicht, wie einfach, wie wahr!
Ein anderes Bild ist vielleicht ein wenig mehr insentimentaler Weise aufgefasst, wie denn der Titel schonsehr emphatisch klingt: „Das Erwachen zu neuem Leben".Ein alter Bauer tritt nach winterlichem Krankenlager zu-erst wieder aus dem Hause und an die freie Luft und alledie Seinen nehmen freudig Theil. Es ist die erste Frühlings-zeit, der Baum und die Büsche vor dem Hause treiben dieersten Laubsprossen hervor und der Bauer rüstet das Acker-geräth. Der Grossvater, unterstützt von seiner Tochter,lüftet mit dankendem Blick nach oben die Mütze undschreitet die Stufen vor der Thür hinab, um sich auf dieBank vor dem Hause niederzulassen, auf welcher die Kinderbereits Kissen zum bequemen Sitz bereitet haben. Auch indiesem Bilde ist der Ausdruck von grösster Innigkeit, je-doch ist das Gefühl nicht ganz so unbefangen, und es ver-räth sich eine gewisse Absichtlichkeit, den Beschauer inRührung zu versetzen.
Manche spätere Bilder dieses ausgezeichneten Meistersleiden überhaupt ein wenig am Zuviel des Inhalts. DasStreben, den Gegenstand ganz und gar zu erschöpfen,