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Deutsche Maler : von Asmus Jakob Carstens an bis auf die neuere Zeit
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besonderen Kenntnisse, um das Werk zu schätzen und zugemessen, keine Meinung, keine Ansicht wird angegriffen,unsere ewigen Guelfen und Ghibellinen, welchen Namensie auch führen mögen, Katholiken oder Protestanten,Fromme oder Unfromme, Liberale oder Conservative, ver-tragen sich einmüthig vor der Darstellung der Natur unddes lieben, guten Alltagslebens und der lieben, guten All-tagsmenschen. Kommt noch dazu ein Reiz des Ausser-heimischen, ungewohntes Costume, unbekanntes Volk, fernesLand und fremde Sitten, desto besser wir haben unterunsern Genremalern solche, welche es sich zur Aufgabemachen, ethnographische Illustrationen zu liefern.

Dass auf solche Weise der Trivialität alle Thore offenstehen, ist nicht zu läugnen, und das beklagen die meistenKunstverständigen und Kunstfreunde; indessen herrscht beiden Künstlern dennoch immer der Ernst und das Gefühlvon der Würde der Kunst vor, und wenn unsere Genre-maler sich manchmal auch zu erbosen scheinen, wenn manhöhere Kunstrichtungen als höhere bezeichnet, im Innerenweiss doch Jeder das Hohe und Höchste zu schätzen, undes wirkt, ihm unbewusst oder bewusst, als Maass für seinWerk und als Sporn. Die ganz trivialen Künstler und ihreWerke, obschon sie oft genug die Lieblinge des grossenPublicums sind, sind dennoch nur Ausnahmen.

Die neuere deutsche Kunst hat auf dem Gebiete desGenres ausserordentliche Fortschritte gemacht und feiertdamit die unbestrittensten Triumphe. Allerdings ging zuallen Zeiten neben den stylistischen und historischen Kunst-bestrebungen eine Kunst des Genres her, nur in der Zeitder absolute^i_Jifjr£Schaft^ der Zeit, welche

wir die Zopfzeit nennen, war das Genre unterdrückt undverachtet; die besten Künstler dieses Faches in dieser Zeit,Greuzein /v F v r^n^creich und Hogjirtli^m^En^kT.nd, musstenverunglückte heroische Historienbilder malen, um damitihren Platz in ihren Akademieen zu gewinnen. Bei uns inDeutschland, wo die Kunst tiefer stand und die Akademieen