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Deutsche Maler : von Asmus Jakob Carstens an bis auf die neuere Zeit
Entstehung
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Gutem in einzelnen Motiven und Figuren ist jedoch dasWerk als Ganzes ziemlich unbedeutend; auch erscheint derLuther verfehlt, den man in dieser Figur nicht wiedererkennen kann.

Seltsam, dass unsere Künstler, wenn sie sich mit Re-formations-Geschichten befassen, fast immer mit der katho-lischen Geistlichkeit so übel verfahren; so finden wir auchhier wieder fratzenhafte Gestalten, jener Cardinal mit seinemungeheuren rothen Hut (der bekanntlich niemals getragenwird), und seine Nachbarn, auch einige Mönche, unten imVolksgewühl.

Wenn man auch Partei nimmt, so sollte man dochden Gegner nicht gar so schlecht darstellen; was bedeutetder Sieg, wenn der Feind so unbedeutend ist? Freilich istLuther in diesem Bilde auch nicht viel besser weggekom-men; das feste Wesen des kühnen Mannes, welches derKünstler darstellen wollte, tritt hier etwas zu renommistischund plump auf.

Einen fremdartigen Gegenstand schuf Gustav Steverin Hamburg, nämlich „Den Tod des Wendenfürsten Gott-schalk", welcher während des Gottesdienstes sammt einemBischof am Altar von den aufständischen Heiden erschlagenwird. Das im Uebrigen lobenswerth durchgeführte Bildist etwas theatralisch componirt.

Eine oft gemalte Scene aus dem dreissigjährigen Kriegesehen wir in der „Auffindung der Leiche Gustav Adolfsnach der Schlacht bei Lützen" von Geselschap. Es ist einälteres Bild des Künstlers, welcher in späterer Zeit sichals Genremaler einen verdienten Ruf erworben hat. BeiFackelschein haben die Officiere des gefallenen Königsseine Leiche gesucht und gefunden und umstehen sietrauernd, im Siege den unersetzlichen Verlust beklagend.Eine etwas harte Behandlung und gar zu saubere Färbung,der Zeit und Schule, worin es entstanden, gemäss, beein-trächtigen die Wirkung dieses sonst sehr fleissig und ge-wissenhaft durchgeführten Bildes.