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Deutsche Maler : von Asmus Jakob Carstens an bis auf die neuere Zeit
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sein; manche Seite der Geschichte ist langweiliger als an-dere, und wir dürfen sie doch nicht umgehen, überschlagen;manche Figuren reihen sich unter die bedeutendsten Män-ner, ohne selbst bedeutend zu sein, gehören aber dennochdazu. Mancher Gegenstand auch gehört in einen Geschichts-cyklus, welcher für malerische Darstellung nicht eben gün-stig ist, und so kann es nicht fehlen, dass selbst unter denneuen Darstellungen, welche ich hier in's Auge fasse, einigesind, welche uns dem Gegenstande nach sehr gleichgültiglassen.

So sind z. B. „Die Gründung der Universität Heidel-berg" von M. Adams, „Die Vermählung Otto's des Er-lauchten mit der Pfalzgräfm Agnes" von A. Wagner, „DieGründung des Julius-Hospital's zu Würzburg" von P. Schwo-iser und ein viertes Bild, worin Kaiser Ludwig der Bayerdem Stadtrath von München irgend eine Urkunde über-reicht, von F. Rothbart, an sich sehr nichtssagende Dar-stellungen, Haupt- und Staatsactionen, bei welcher wir An-gehörigen einer späteren Zeit sehr gleichgültige Zuschauersind; aber wie könnte es anders sein? Selbst „Der VergleichHerzog Arnulfs mit König Heinrich I." von W. Röggezieht uns wenig und höchstens durch die fremdartige mittel-alterliche Erscheinung an. Ansprechender durch lebendigeHandlung und Leidenschaft sind Kampf- und Schlacht-scenen, wie „Die Vertheidigung der Straubinger Bürgerund Soldaten gegen österreichische Panduren und Croaten"von C. Otto, „Karl XII. von Schweden (als Witteisbacherauch dabei) in der Schlacht von Pultawa" von W. Hau-schild, „Der Tod des Markgrafen Leupold im Gefecht gegendie Ungarn" und eine „Scene aus dem Bauernkrieg" vonFerd. Piloty. Es sind sämmtlich Werke damals jüngererMünchener Künstler und tüchtiger Talente; die Darstellun-gen haben etwas Gemeinsames, obgleich der Styl der Zeich-nung bei allen verschieden ist, sogar sehr verschieden. Indem Carton von W. Adams ist der Einfluss von Rethel'sZeichnungen sehr deutlich zu erkennen; jene überscharfe