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Geschichte, und lieblich-naiver Genrescenen, jetzt bewundereich ihn in Darstellungen aus sagenhafter Dichtung und ausdem edelsten classischen Alterthum, und überall sehen wirihn den.Gegenstand charakteristisch erfassen und das Bestegeben, was darin enthalten ist.
In allen Bildern des Herrn Foltz sehen wir eine idealeAuffassung und das Streben nach einer bedeutsamen undschönen Erscheinung des Gegenstandes in der Darstellung,zugleich mit dem Streben nach natürlicher und historischerRichtigkeit, oftmals aber stört Eins das Andere. Mancheseiner Bilder erhalten dadurch einen romantischen Charakter,etwas Scenenhaftes; wir entbehren che schärfere Charakteri-stik einer ganz naturalistischen Darstellung, und diese kannI sich auch nicht immer zu freier Poesie entfalten.
Werke seiner Schüler haben diesen Charakter in nochweit höherem Grade, wie zum Beispiel Mossdorf's „Konradinvon Schwaben, dem das Todesurtheil angekündigt wird",Th. Pixis' „Kaiser Friedrich der Zweite in Gefahr, vonseinem Arzte vergiftet zu werden" und desselben Künstlers„Huss, von seinen Freunden Abschied nehmend". Ich kannhier Schwörer's „Des Sängers Fluch" anreihen, es ist, ob-schon nach einem romantischen Gedicht von Unland) ganzeben so historisch, oder unhistorisch, wie die eben genanntenWerke und unverkennbarer Weise der vortrefflichen Dar-stellung desselben Gegenstandes von Ph. Foltz nachgeahmt,wie Pixis' Kaiser Friedrich der Zweite ganz direct an einälteres Bild von Julius Schrader erinnert.
Wenn man von romantischen Historienbildern spricht,so wird sofort Jeder an die Düsseldorfer Schule denken,wo. einst die Romantik so recht zu Hause war und zuRuf und Ruhm gekommen ist. Ich habe über dieseSchule und ihre Werke wenig mehr zu sagen, denn dieHistorienbilder ihrer Meister sind durch Nachbildungen all-bekannt. Seltsam muss es aber erscheinen, dass Lessing's„Henriettenpredigt", welche vor Allem als ein Hauptwerkder romantischen Malerei gilt, ani wenigsten in diese Reihe