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älteren Düsseldorfer Schule folgt, hat er die Begebenheitenvon einem mehr idealen, als realen Standpunkte aus auf-gefasst, wie denn ja die heilige Legende immer zwischenPoesie und Chroniken-Erzählung ein eigenes Gebiet hat;indessen musste sich mit dieser idealen Auffassung desGanzen viel realistisches Einzelnes verbinden: die Portraitsder Angehörigen des fürstlichen Bestellers und andererdamit in Beziehung stehender Personen, die portraitartigeDarstellung der landschaftlichen Umgebung, und obwohldie dargestellten Personen wie die Landschaft in jederWeise solcher Darstellung günstig sind, so ist doch eineleise Disharmonie zwischen dem Ganzen und seinen ein-zelnen Theilen in dem Werke nicht zu überwinden gewesen.Was ich schon früher von den Werken des romantischenDüsseldorf bemerkte, tritt auch hier ganz deutlich hervor; derZwiespalt zwischen portraitartiger Form und idealem Inhalt.
Die einzelnen Darstellungen sind, jede in sich abge-schlossen, ein fertiges Bild. Sowohl die Composition, alsdie Zeichnung, Farbe und Behandlung sind alles Lobeswerth; der Ausdruck in einigen Figuren ist sehr innig, imGanzen würdig und ernst. Unter den kleineren Dar-stellungen des Cyklus scheint mir die Taufe des jungenMeinrad in der Farbe sehr gelungen.
Sehr interessant sind einige Zeichnungen von AlfredRethel, früheste Werke dieses so frühreifen Talentes undspäteste vor dem Ende seines leider so kurzen Lebens.Weniger als in dem Gemälde, dessen ich früher erwähnte,zeigt sich in den frühesten Zeichnungen der Einfluss derSchule, im Gegentheil erscheint in diesen Zeichnungen:„Der heilige Bonifacius baut eine Kirche" (von 1833, derKünstler war damals erst 17 Jahre alt), und den späteren:„Der Bischof von Mainz wird von Rudolf von Habsburgüber die Alpen geleitet", „Heinrich der Erste in der Schlachtbei Merseburg" (183g), und in zwei Fragmenten: „Der TodAdolfs von Nassau" und „Arnold von Winkelried" einegrosse Naivetät der Auffassung und Darstellung, etwas