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Entwürfe von Karl Rahl zur malerischen Ausschmückungder Ruhmeshalle des Arsenals in Wien, besonders wegendes poetischen Grundgedankens dieses Werkes und seinergeistreichen Anordnung hervorheben.
Dieser Cyklus von Bildern zerfällt in drei Haupt-Ab-theilungen für drei Säle. In dem mittleren Hauptsaalebildet die Mitte (es sind Deckengemälde) ein viergetheilterKreis, in welchem wir vier biblische Heldenfiguren erblicken:Josua, Gideon, David und den Erzengel Michael; zwischendiesen, sie trennend, sind Engel mit Spruchbändern.
In diesem Mittelpunkt des Ganzen hat der Künstlerseinen Grundgedanken angegeben, aus dem sodann dasUebrige sich folgerecht entwickelt oder daran anknüpft.Es ist die Verherrlichung des Krieges, aber der Kriegwird nur verherrlicht durch die Zwecke, um welche er ge-führt wurde, und diese deuten sich in diesen Figuren an:der Krieg für Religion und Cultur, für das Vaterland, zurBefreiung von Fremdherrschaft und für Gesetz und Recht.Um diesen Mittelkreis her läuft ein Bildstreifen, worin dieUrgeschichte der österreichischen Länder andeutend dar-gestellt ist, die Marcomannenkriege, die Römerherrschaft,die Völkerwanderung und die Herrschaft der Avaren. Nunfolgen in grossen Halbkreisen nach den vier Seiten desSaales vier Bilder aus der früheren Geschichte Oesterreichs,nämlich: „Karl der Grosse besiegt die Avaren", „ErzherzogLeopold erobert Ptolomais", Friedrich der Streitbare schlägtdie Mongolen zurück", und „Rudolfs von Habsburg Siegüber Ottokar von Böhmen". Zwischen diesen Halbkreisenenthalten Medaillons die allegorischen Figuren der Religion,Gerechtigkeit, Weisheit und Stärke. Zwischen den Bildernund um sie her laufen Inschriftstreifen mit Sprüchen ausder heiligen Schrift, wie ja auch die Figuren, welche demGanzen symbolisch deutend vorgesetzt, dieser entnom-men sind.
Die zwei Nebensäle dieses Hauptsaales enthalten inebenfalls geistreicher Anordnung die Hauptmomente der
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