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ruppiger und struppiger Weise darstellen — Modekunst,die zum Glück nur so lange währt wie die Mode.
J. C. Wraske (Hamburg) hat antike Mythe von derheroischen Seite aufgefasst und in seinem Bilde selbsteinen wahren Heldenmuth bewiesen. „Die Niobiden" machenihrem Autor Ehre, wenn er auch nicht erreicht hat, waser erreichen wollte — Grosses wollen ist schon gross.Einen an sich unendlich schwierigen Gegenstand hat sichder Künstler noch schwieriger gemacht, indem er eineLicht- und Farbenwirkung erstrebte, welche in einemkleinen Bilde schon äusserst schwierig, in solchem Maass-stabe fast unmöglich wird. Um solche Aufgabe bewältigenzu können, müsste einer Rafael und Rubens in Einer Personsein und ein gutes Theil Rembrandt dazu, und so einerwürde alsdann vielleicht ein Wunderwerk leisten; da derAutor des Bildes nun so einer nicht ist, so hat erdas Wunderwerk nicht geleistet, aber „ultra posse nemotenetur".
Eine complicirte Gruppe heroischer Menschengestaltenverschiedenen Alters und Geschlechtes im heftigsten Affectdes Leidens und der Leidenschaft, erliegend unter dämo-nischer Gewalt der Götter, welche in strahlendem Blitzes-schein auftreten, in überlebensgrossem Maasse und in natura-listischer Wirkung und Haltung auszuführen, ist eine Auf-gabe, wie es für die Kunst wohl keine schwierigere gebenkann. Es kommen dazu noch die Ansprüche an höchsteVollendung der Einzelform, für welche die vortrefflichenReste antiker Sculptur, welche diesen Gegenstand darstellen,in einer Weise maassgebend sind, dass die Malerei denselbenkaum entsprechen kann, und dann die selbstgewählteSchwierigkeit der Beleuchtung, wonach das Licht aus demBilde selbst hervorgeht und also der grösste Theil der unszugewandten Flächen im Schatten und Reflex erscheinen.Wie schwierig ist es nicht, beschattetes Fleisch zu malenund dabei Lokalfarbe und Klarheit zu bewahren.
Und nun die Schwierigkeiten der Darstellung des