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sitzt der kleine zwergenhafte Schalk und fesselt die zu-sammengelaufenen Zuhörer, Vorübergehende, wasserholendeMädchen, Hirten, Kinder durch seine witzigen Geschichten.Die Motive dieser Darstellung sind der Natur abgesehen,nicht freilich jener sogenannten Natur, die wir in denStrassen vor unserem Hause sehen, sondern der, welcheüberall und bei allen Menschen dieselbe ist. "Wäre dieserDarstellung, eben weil sie eine Darstellung aus der wirk-lichen Welt ist, etwas zu wünschen, so ist es eine grössereBestimmtheit der individuellen Gesichtsbildung und des per-sönlichen Ausdrucks der Figuren, was freilich nicht in Ge-nelli's Weise liegt, der gerade in den Gesichtern seinerFiguren das Charakteristische am meisten entbehren lässt.
Im „Apoll unter den Hirten" hat der Künstler daseinfache Thema mit einer Menge von Episoden bereichert,ja, er knüpft das Haupt-Motiv, welches in diesem oft be-handelten schönen Gegenstande doch nur die Wirkung dergöttlichen Poesie auf den uncultivirten Naturmenschen ist,an ein Neben-Motiv, welches er zum Kern der Darstellungmacht. Eine junge Hirtin ist gestorben; ihre Genossen undFreunde trauern um den Leichnam, der Gott der Töneaber mildert ihren Schmerz durch seine Gesänge; so istdas trauernde Volk zur Hauptsache geworden, aber derKünstler hat ihm noch allerlei fremdartige Gestalten hin-zugefügt, Faunen, Genien, Kentauren, so dass wir eine ganzphantastische Begebenheit sehen und in eine mythischeWelt versetzt werden.
Dieses Hineinspielen mit selbsterfundenen romantischenoder sentimentalen Neben-Motiven und Beziehungen in diegegebenen Gegenstände der Darstellung unterscheidet Ge-nelli's Kunstweise von der Carstens'schen wie Modernesvon Antikem.
Der Eine sucht bloss das plastisch Schöne, der andereauch das geistig Interessante.
Man kann die Werke von Genelli gewiss nicht immergeschmackvoll nennen, oft sogar nicht einmal schön, aber