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Deutsche Maler : von Asmus Jakob Carstens an bis auf die neuere Zeit
Entstehung
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Walde getragen wird, sowohl, wie im Schmuck und imNachtgewande, ist in allen Momenten, in Freude undSchmerz eine wunderliebliche Erscheinung; die übrigenFiguren sind höchst charakteristisch und vom sprechendstenAusdruck.

In dem Bilde, wo sich die Neugebornen in jungeRaben verwandeln, herrscht ein köstlicher Humor; Allesist voll Leben, Wahrheit und Schönheit. Die breite Zeich-nung, welche in grossartiger Einfachheit das untergeordneteDetail übergeht, die einfache, fast nur angedeutete Färbungsind in sich so abgerundet und in ihrer Weise vollendet,dass man vollständig ausgeführte Gemälde zu sehen meint,statt leichte Aquarelle; genug, dieses Werk steht in seinerArt ganz unvergleichlich da.

Der Künstler hat noch manches Werk in derselbenRichtung, wie das eben besprochene, geschaffen, aber wohlkeines, welches so durchaus gelungen ist und den An-forderungen, die man daran machen kann, entspricht.

Der Künstler emancipirt sich von Zeit- und Orts-Ein-heit, wie z. B. in seinem BildeRitter Kurt's Brautfahrt",,nach Goethe's Gedicht, worin die sich in der Zeit folgendenBegebenheiten aus der Ferne bis in den Vorgrund vor-rückend, in demselben Bilde vor Augen treten; er mischtdie allerrealsten Gestalten aus dem gewöhnlichen Lebenmit phantastischen, symbolisch-allegorischen Figuren undbringt oft das Allerheterogenste zusammen; er macht häufigirgend einen zufälligen Nebenzustand zum Gegenstandeseines Bildes, und überlässt es dem Beschauer, die Sache rdie Begebenheit, um die es sich handelt, zu errathen oderhinzuzudenken; kurz, er folgt überall seiner Phantasie mitfreier Willkür, er malt Märchen mit aller der Freiheit, diedas Märchen dem Erzähler gewährt. Es ist ein wahrerUebermuth des Humors in diesen Bildern, der sich baldin fratzenhaft-komischen Gestalten behagt, bald mit wunder-barer Innigkeit die feinsten Züge, in denen die zartestenGefühle sich spiegeln, erlauscht, bald die Erscheinungen