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Thierkampf, dann Aegyptens geheimnissvolles Priestervolk,Griechenland mit den Künsten, Rom mit den Waffen, Kampfund Sieg und Untergang der Freiheit, Weltherrschaft, Ver-fall, Völkerwanderung, Christenthum, Kreuzzüge u. s. w.
Immer trifft der Künstler das Richtige, immer auchverschwindet das Gewicht des Einzelnen in dem Humordes Ganzen. Der Ernst, womit die Helden der Geschichtesich geberden, wird komisch in der kindlichen Figur. Miteiner, mit zwei Kinderfigürchen regt der Meister ganz un-endliche Gedankenfolgen an, ganze thatenreiche, schicksals-schwere Geschichts-Epochen werden dem Wissenden mitwenigen Zügen in's Gedächtniss gerufen und immer ihrecharakteristische Seite auf's schärfste hervorgekehrt. Mittragischem Pathos ersticht sich Brutus, während Cäsartriumphirt; gleich auch erdrückt das Gewicht der Weltherr-schaft seinen Träger: ein schreiendes Kindchen hat die zuweite Krone tief über Kopf und Augen gestülpt, währendseine feindlichen Schützer, Römer und Barbar, über seinemHaupte sich bekämpfen; da zieht das nordische Gesindelheran, Weib und Kind im sclavengezogenen Karren folgen,mit lautem Geschrei bekehrt im Vorüberziehen ein Bischofdie Heiden, sofort auch erscheinen die Moslem; mit heftigerGeberde flehen zwei Engel auf dem leeren heiligen Grabeum Hülfe, und Ritter und Muselmänner hauen sich tapferherum, es fehlt auch nicht der gespaltene Saracene, undso geht es weiter: ich müsste den mir hier gegönntenRaum überschreiten, wollte ich dem Werke in allen seinenEinzelheiten folgen. Was sind nicht für schalkige An-spielungen überall versteckt! Der Meister kennt Alles, weissAlles, ist überall zu Hause und lacht des ganzen Treibens,man muss ihn beneiden.
Dieses Werk ist, so unscheinbar es erscheint, ein Ara-beskenfries, ein anmuthiges Spiel der Laune, eines der be-deutendsten der neuen Kunst überhaupt; es ist durchausein Product der Zeit, in der es entstand, keine andere Zeitund Kunst-Epoche hat dergleichen geschaffen. Auf bei-