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priesen sie, die Gesellschaft, welche immer das Neuesteliebt, fand sie höchst interessant, der mächtige Einfiuss derdie neue religiöse Richtung fördernden Partei kam dazu,der endliche, lang' ersehnte Friedenszustand und die da-durch erwachte enthusiastische Neigung zu Poesie und Kunst;genug, der romantischen Kunstschule wurde des SchicksalsGunst zu Theil; endlich einmal nach Jahrhunderten fand deut-sche Kunst eine vaterländische Anerkennung und Förderung.
Der preussische Consul Bartholdy liess durch Cornelius,Overbeck, Koch, Veit und Schadow einen Saal seinesHauses al fresco malen, ein damals selbst in Rom uner-hörtes Unternehmen, welches vollendet das grösste Auf-sehen machte; ihm folgte der Marchesc Massimo, und diesenAnfängen folgte später, durch sie hervorgerufen, die gross-artigen Unternehmungen König Ludwig's I. von Bayern.
Cornelius schuf in der Villa Massimi Compositionenzu Dantejs Paradies. Wenn man diese Zeichnungen mitden früheren des Künstlers vergleicht, mit denen zu denNibelungen und zum Faust, so kann man einen unge-meinen Fortschritt nicht verkennen. Der Künstler hat sichvon den Banden mittelalterlicher Beschränktheit bereitsbefreit und schafft, seiner selbstständigen Anschauung ge-mäss, mit Freiheit und unbeirrt; seine Zeichnung hat alledie scharfe Charakteristik behalten, aber bereits die gross-artige Einfachheit und den gewaltigen Styl gewonnen,welche die späteren Werke des Künstlers so weit über alleWerke der Anderen hinaufstellt und schon zeigt sich inder Anordnung dieses Werkes, jener tiefe Gedankenreich-thum und die philosophische Klarheit, womit er später diehöchsten und tiefsten Ideenkreise beherrscht und zur bild-lichen Erscheinung bringt.
Mit diesen Werken befinden wir uns auf dem Bodender Gegenwart, der deutschen Kunst unserer Tage.
Mit den Wandgemälden, welche Cornelius in KönigLudwig's von Bayern Auftrag in der Glyptothek in Münchenausführte, beginnt die neue Epoche der deutschen Kunst,