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erhält diese Gruppe eine eigenthümlich ernste Haltung, undeinen etwas trüben Ausdruck; man kann sich allenfallsdenken, dass sie eben eine von den tugend-musterhaftenGeschichten anhören, womit Boccaccio seine lockere Samm-lung abschliesst und gewissermaassen durch den Schluss zu-rehabilitiren sucht.
Andere, oft genannte Künstler der römisch-deutschenGruppe sind die Brüder Riepenhausen, welche man immerzusammen nennt, weil sie alles, was sie schufen, gemein-schaftlich machten; sie hatten unter der Herrschaft derGoethe'schen Kunstprincipien ihre Laufbahn begonnen,waren für und mit ihnen thätig, antike Kunstwerke nach denWinken der alten Schriftsteller zu reconstruiren, und gingenspäter zu den Romantikern über; ihre Werke sind jedochnicht von Bedeutung.
Aus gleicher Zeit und Kunstrichtung stammt ein grossesGemälde von J. Friederich Dieterich (geb. 1787, gest. 1846),einem Künstler, welcher ausserhalb seiner würtembergischenHeimath wenig bekannt ist. In diesem figurenreichen Bildezeigt sich ebenfalls jenes Bestreben, einen bedeutsamen In-halt mit individuell-natürlichen Formen zu gestalten. Ueber-all zeigt sich die treue Nachahmung des gegebenen Modells,nicht aber in der Weise neuerer materialistischer Auffassungund Darstellungsweise; sondern ängstlich detaillirend, ichmöchte sagen: anatomirend, folgt die Zeichnung allen Linienund Formen der gegebenen Natur und stellt alles Einzelneneben einander.
In der Farbe und Behandlung herrscht ein ähnlichesVerfahren, wodurch das Ganze die Harmonie verliert undhart und trocken wird.
Dem Ganzen gebricht es nicht an Ernst und Würde,einzelne Figuren sind gross und schön empfunden, besondersder am Himmel erscheinende Gott" Vater, zu welchem derKünstler wahrscheinlich durch ein älteres italienisches Vor-bild inspirirt worden ist. Anderes ist wiederum kleinlichund dürftig und mager.