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Richtung, frühe Arbeiten von Karl Ballenberger aus Frank-furt a. M., welcher in seiner Art ganz allein steht. DieseBilder sind in so absichtlich alterthümlicher und gesuchtstrenger und steifer Weise gezeichnet und gemalt, so vollvon absichtlichen Anachronismen, in Bezug auf Costümund Umgebung, dass sie wohl als Curiosa interessant seinkönnen, als Kunswerke aber kaum geniessbar sind.
Einige Werke von J. A. Ramboux, zwei Portraits, ge-hören auch hierher und müssen, wenn man überhaupt dieNachahmung altdeutscher Malweise zugiebt, als in dieserWeise ausgezeichnete und ganz vortreffliche Werke ge-rühmt werden. Jene strenge detaillirte Nachbildung desIndividuellen und Besonderen des Modelles, die kindlichnaive Auffassung und Nachahmung des Gegebenen, mitallen kleinsten Einzelheiten, kann wohl nicht weiter ge-trieben werden; die eigentlich malerische Farbe und Be-handlung verschwindet natürlich unter der Zeichnung.
Ein anderes Werk, welches ebenfalls dieser Periodeund ihrer Kunst-Auffassung angehört, ist ein Carton vonJ. A. Ramboux, „Boccaccio" betitelt, welcher jedoch bereitsjener Wendung der Romantik angehört, welche später all-gemein wurde — die Wendung vom Norden zum Süden,vom Germanischen zum Romanischen, welche unsere Dichtergenommen hatten, die, bald der christlich-germanischenTugendfrömmigkeit müde, sich wie Rinald in ArmidensZauberhaine verloren.
Ein Anklang an den nordischen Ernst und die trübeFrömmigkeit der ersten ' Romantiker zeigt sich in denkleineren Bildern, welche das Hauptbild umgeben undScenen der Pest von Florenz zum Gegenstand haben, wo-von die Erzählung ja auch dem Decameron selbst als stei-gernde Vorrede vorangeht. Innerhalb dieser Umrahmungsehen wir die heitere Gesellschaft, welche sich jene unüber-trefflichen Geschichtchen erzählt, um das umgebende drohendeElend zu vergessen.
Durch den alterthümlich strengen Styl der Zeichnung
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