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Klosterbruder" war, welcher Schick veranlasste, sich derDarstellung christlicher Gegenstände zuzuwenden.
Auch das wiedererwachende Nationalgefühl griff mitein; man ward sich plötzlich bewusst, dass die Antike einFremdes sei oder doch nur ein allgemein Menschliches,und man wollte nicht mehr kosmopolitisch denken undhandeln, sondern wieder deutsch und vaterländisch, dieschöne Humanität genügte nicht mehr, man wollte wiederchristlich fromm werden und in diesem Sinne bilden, wiedie mittelalterlich-deutschen Künstler es gethan hatten.
Um dies aber zu können, musste man zuerst mit derAntike und allen aus ihr entsprungenen Anschauungenund Formen durchaus brechen, und zwar so gänzlich, dassman selbst das Vorbild eines Rafael und Michel Angeloverlassen musste, weil deren Kunst zum grossen Theil aufden Anschauungen und Formen der antiken Kunst beruht.
vSchick's verfehlter Versuch, mit den Formen antikerKunstschönheit christlich romantische Ideen zu verkörpern,steht nicht allein da, noch manche andere Künstler, auchin anderen und ausserdeutschen Schulen, haben dasselbeversucht, es ist ihnen aber allen ebenfalls misslungen.
In den folgerechten Gang der Entwickelung unsererKunst greifen alle die zuletzt erwähnten Künstler wenigein; ihre Thätigkeit füllt gewissermaassen nur ein Zwischen-raum aus zwischen zwei getrennten Epochen, und ihreWerke, insofern sie nicht an sich von Bedeutung sind, wieSchick's „Apollo" und Wächter's „Hiob", bieten eben keinanderes Interesse, als dass sie Zeugniss geben, dass auchin der schlimmsten Periode unserer Geschichte es nicht anstrebsamen Künstlern gemangelt hat; sie waren vom Glückund von den Umständen zu wenig begünstigt, das Vater-land war in tiefstes Elend versunken, Krieg und gewalt-same staatliche Umwälzungen hinderten jede friedliche Ent-wicklung, es fehlte in Deutschland sowohl an Kunstsinnwie an Kunstverständniss; wie auf politischem Gebiet, sobeherrschte uns Frankreich auch auf dem Gebiete der
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