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Dutzend Thaler nach Hause gebracht. Malchen und ichsind noch ausgegangen, haben einen Weihnachtsbaum undallerlei Schnickschnack eingekauft und ist nicht Weihnachts-abend heute, so ist er's morgen und so ist vorläufig Allesgut. Die Kinder wissen es eben nicht besser, und glaubemir, lieber Freund, dass alles Glück in der Einbildungskraftbesteht, denn wir werden dieses Mal mit ca. z Thlr. Aus-gaben gerade so viel Freude haben wie sonst mit fünfund-zwanzig.
Im September ist uns der kleine Walter gestorben,unser jüngstes (das sechste) Kind. Er konnte gerade laufen —da kommt die Brechruhr epidemisch unter die Kinder undunser armes Kerlchen überstand sie zwar, starb aber nach-her an den Folgen. Alles das muss man erfahren, meinJunge, schöne Erfahrungen! Das Begräbniss vergesse ichsobald nicht. Niemand war dabei, als ich und der Geist-liche, dieser aber, ich muss es gestehen, war ein guter,alter Herr, dem ich seine Freundlichkeit gedenke.
Wollte ich dir Bilder aus unserem Leben schildern,ich könnte nicht Uninteressantes darstellen im Genre derDorfgeschichten und Familienbilder. Als das Walterchenverschied, hatte ich die Mama im letzten Augenblick ent-fernt, sie war zu sehr ausser sich und zu leidenschaftlichbewegt; sie fasste sich aber bald wieder und wie dasJüngelchen nun wirklich unwiederruflich todt und die Sachenicht mehr zu ändern war, da kam sie wieder in's Zimmerund nahm die kleine Leiche auf den Schooss, und setzte sichan das Fenster, wie sie sonst um die Abendstunde zuthun gewohnt war, und so sass sie da bis es dunkel warund die andern Kinder umher, und der kleine Heinrichsagte: „Gelt Mama, das Walterchen ist jetzt todt, aber er