— XXXIX —
nicht wieder käme, und so fuhr ich denn in der Weih-nachtsnacht nach Düsseldorf.
Nun darf ich aber nicht verschweigen, dass ich Bern-hard 200 Thaler schulde, wofür ich ihm jedoch ein Bild ge-geben habe, was diesem Werth entspricht, (das Bild „Diefröhliche Familie" wurde von dem Schwager meines Vatersnach Südamerika gesandt und ist dort verschollen) und dass
ich dem Vetter D.....auch noch 200 Thaler und jene
80 schuldig bin.
Dass unsere Schwäger und Schwestern nichts Grosses
für mich thun können, begreife ich, dass aber D....., der
doch so lange Jahre von meinen Mitteln Gebrauch gemachthat und daran Schuld war, dass meine Finanzen zerrüttet
wurden, dass D....., den ich doch zehnmal so viel Jahre
lang geliehen habe, mir nicht mal mit tausend Thalern alsDarlehen helfen will, begreife -ich nicht.
Es ist aber nichts wie die philiströse Wuth gegen denMaler, den Menschen der nichts Nützliches thun will, undsonst noch etwas. Z___g schrieb mir, man habe in Neu-mühlen directe Nachrichten über mich eingezogen, welchezu meinen Ungunsten lauteten. Wenn etwas daran ist, soist es nichts anderes, als dass jene löblichen Kopfhängerund Heuchler, die bekanntlich ein Netz über die ganzeWelt gesponnen haben und Meister in der Jntrigue sind,wie es die Jesuiten nicht besser waren und sind, hier irgendeinen ihres Gleichen durch dritte und vierte Hand zumNachrichtengeben und Verläumden haben. Denn leidersind wir nun einmal bei den Frommen nicht wohlberühmt,meine Frau ist eine schlechte Katholikin, wie ich ein schlech-ter Lutheraner bin. Hoffentlich sind wir desto bessereChristen im Wesen der Sache. Wo aber die Pietisten ihr