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Deutsche Maler : von Asmus Jakob Carstens an bis auf die neuere Zeit
Entstehung
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Mit dem Jahre 1859 erreichte seine selbstständige Künst-lerlaufbahn ein Ende. Sein Vermögen war alle; die poli-tischen Zustände waren für die Kunst die denkbar ungün-stigsten und dabei drängten seine Gläubiger von allenSeiten. Auch im Malkasten setzte es heftige Kämpfe. DieMajorität hatte gegen seinen Rath beschlossen, die demVerein bisher feindlich gesinnten Künstler wieder aufzu-nehmen, und diese, Becker feindliche Partei, gewann nundie Oberhand in dem Verein. Ja es kam sogar zu unan-genehmen Auseinandersetzungen, indem mein Vater einenanderen Künstler darüber zur Rede setzte, weil er einemProfessor den Mantel herbeiholte. Becker nannte den Be-treffenden, (einen seiner Freunde) eine Bedientenseele, denman wie einen Bedienten behandeln müsse und versetzteihm eine Ohrfeige. Dies hatte zur Folge, dass Becker fürein halbes Jahr aus dem Malkasten ausgeschieden wurde,während sein Gegner und ein andrer Widersacher nichtdispensirt wurden. Es hat ihn dabei sehr geschmerzt, dassseine alten Freunde ihn alle im Stich liessen.

Zu diesen Widrigkeiten kam abermals ein künstlerischerMisserfolg. Er hatte sich bei einer Concurrenz für eingrosses Gemälde betheiligt, aber seine etwa 3 1 / 2 Fuss grossein Oel gemalte Skizze, darstellenddie Erstürmung derWagenburg der Teutonen durch die Römer" fand nichtden Beifall der, Preisrichter, was ihn tief niederdrückte.

Ueber die Art und Weise, wie man damals in Künst-lerkreisen über künstlerische Concurrenz dachte, gebeneinige Zeilen aus einem Briefe Aufschluss, den mein Vatervon einem hochangesehenen Düsseldorfer Künstler empfing.Ich kann mir nicht versagen, dieselben hier wiederzugeben:Der Concursus mit dem betreffenden Gemälde hat, wie