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Deutsche Maler : von Asmus Jakob Carstens an bis auf die neuere Zeit
Entstehung
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an Talent was meine Sachen schlecht werden lässt, wohlaber eine, gegen andere geringere technische Fertigkeitund eine Ungeduld im praktischen Ausführen. Leider auchhabe ich von jeher tausend Dinge zugleich getrieben undsehr zersplittert gearbeitet. Ich klage mich hier selbst an,aber ich entschuldige mich zugleich mit dem Umstand,dass ich in ein ganz neues Feld eintretend, in einem Alter,wo man für den Anfang schon zu viel reflectirt, mich vontausenderlei Sachen angezogen fand, die eine Richtung aufdas rein Praktische hemmten. Meine Freunde werden,wenn auch mit meinen Producten und meiner Productions-fähigkeit vielleicht unzufrieden, mit mir selbst zufrieden sein.Ich habe in meinem ersten Bilde einen Fehler gemacht,der das ganze Bild unmöglich machte und mir viel Zeitgekostet hat. Die Aufgabe, die ich mir gestellt, war zuschwierig, ich konnte sie nicht lösen. So habe ich andert-halb Jahre gemalt und übermalt, wieder heruntergekratzt,umgeändert und bin fast mit mir und Gott und aller Weltzerfallen um endlich zu merken, dass ich Nichts machenkonnte. So wird es mir, denk' ich, in Zukunft nicht mehrgehen. Jetzt habe ich einen Carton zum zweiten Versuchangefangen und wohlweislich einen sehr einfachen Vorwurfgenommen. (Es war eine sitzende Madonna mit dem inihrem Schoosse stehenden Jesusknaben, ein Bild, welchessich durch eine liebenswürdige Naivetät der Auffassungauszeichnet und dabei von grosser Innigkeit des Ausdrucksin den Köpfen ist.) Doch halte ich mich hauptsächlich amStudien machen und möchte auch lieber noch einige Zeitdaran bleiben. Wie schon gesagt, ich möchte nicht gernetwas von mir ausgehen lassen ohne auch die Ueber-zeugung zu haben, dass es würdig ist dem Publicum vor-