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Die Rheinlandschaft von Nymwegen bis Xanten unter der Herrschaft der Römer : nach den Quellenschriftstellern und eigenen Localforschungen dargestellt
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2.

Strabo, IV, 6.

3.

Diese Dammanlagen werden gelegentlich erwähnt von Tacitus,Histor. V, 19 u. Annal. XIII, 53. Wir glauben nicht, dass unsere inder Kürze gegebene Darstellung, den früheren vielfach abweichendenMeinungen gegenüber, für den Orts- und Sachkundigen noch einer weiterenErörterung bedarf. Die Lage des erstgenannten Rhein- und Waaldam-mes hat auch bereits Minola, Uebersicht dessen, was sich unter den Rö-mern seit J. Cäsar bis auf die Eroberung Galliens durch die Frankenam Rheinstrome Merkwürdiges ereignet, Köln 1816, S. 347, im Allge-meinen richtig bezeichnet, wo er sagt:Drusus hatte die alte Ysseldurch einen Kanal mit dem Rhein verbunden, und um jenem mehrWasser zu verschaffen, oberhalb der Waal und der Spitze der Inseleinen Damm aufwerfen lassen, der den zu starken Lauf des Flussesnach dieser Seite hemmen, und der neuen Yssel (so nannte man denCanal) zuführen sollte".

4.FloruSj IV, 12. Wenn auch die Anlegung von Strassen von demSchriftsteller nicht ausdrücklich erwähnt wird, so ist dieselbe dochtheils in der Anlage der Befestigungen, theils in den Kriegsoperationendes Drusus eben so nothwendig begründet, als die Herstellung vonDämmen, von denen wir auch nur vorübergehend erfahren, denStrassenanlagen vorausgehen musste.

5.

Die frühe Anlage dieser Castelle wird theils durch Münzen, theilsdurch die alten Schriftsteller bezeugt: die erstem reichen bis zuAugu-stus und J. Cäsar hinauf, unter letzteren s. (ausser Flor. a. o. 0.)Tacitus, Histor. V, 20, welcher das Castell des Valkhof und das zuRyndern schon im J. 70 n. Chr. als vorhanden namentlich aufführt.

Ueber die Anlage der rheinischen Castelle durch Drusus bemerktim Allgemeinen richtig schon Minola in der Uebersicht etc. S- 11 ff.:Ehe Drusus den Feind in seinem eigenen Lande angriff, suchte er vorAllem seinen Rücken zu sichern; zwei Jahre bringt er mit blossenVertheidigungsanstalten zu; dies ist jene Epoche, in welcher der Rheinein ganz anderes Ansehen gewinnt; seine Westseite, an der vorhinkaum ein Ort von Bedeutung war, sieht ein Castell nach dem andernentstehn; die ganze Strecke von Mainz bis zum Ausfluss des Rheinsin das Nordmeer erhielt eine ganze Reihe von Festungen, die auf jedenFall einen unglücklichen Rückzug aus dem eigentlichen Germaniendecken und sichern konnten. Was that ein römisches Kriegsheer in2 Jahren nicht? ein Heer, das wahrscheinlich damals nicht weniger