anderseits vom Meere eingeschlossene Eiland, welches imAlterthume unter dem Namen der hatavischen Insel be-kannt ist. —
Nach diesem kurzen Umrisse der chirographischen Ver-hältnisse, dem wir im Laufe unsrer Darstellungen eine wei-tere Ausführung zu gewähren Gelegenheit haben werden,werfen wir auch einen übersichtlichen Blick auf die histo-rischen Ereignisse, in so weit sie sich zunächst auf denrechts vom alten Rheinlaufe gelegenen Landestheil, nach denAngaben der alten Schriftsteller, beziehen lassen.
Julius Cäsar. — Die IHcnanier, Usipctcn und Tencteren. —Drusus. — Tibcrius. — tlerinanicus. — Das römischeGränzland auf dem rechten Rheinufer. — Der Rhein, dieGräuzscheide des römischen Reiches.
Der erste römische Feldherr, welcher um die Mitte desletzten Jahrhunderts vor Christi Geburt den germanischenBoden des rechten Rheinufers betrat, war Julius Cäsar:er setzte zwei Male mit gewaffneter Hand über den Rhein,ohne in die unbekannten Gebiete der noch unbezwungenenVölker weiter vorzudringen '); diese Uebergänge fandenoberhalb in den Gegenden des Mittelrheins statt; in den vonuns betrachteten Landstrich ist Cäsar niemals gelangt. Wirerfahren aber durch ihn, dass um diese Zeit an den beidenUfern des Unterrheins eine germanische Völkerschaft —die Menapier — wohnte 2 ) und man darf vielleicht auchunsre Landschaft zu diesen Wohnsitzen rechnen. Zwei