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Die Rheinlandschaft von Nymwegen bis Xanten unter der Herrschaft der Römer : nach den Quellenschriftstellern und eigenen Localforschungen dargestellt
Entstehung
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Aschbach hat über den Gegenstand einen eigenen Aufsatz im Ju-nihefte des Jahrgangs 1857 der Sitzungsberichte d. histor.-philos. Gassed- Kais. Akademie der Wissenschaften zu Wien veröffentlicht unterdem Titel:Ueber römische Kaiserinschriften mit absichtlichen aus demAltertluim herrührenden Namenstilgungen" (auch besonders abgedrucktWien 1857), worin, ausser der unsrigen, noch 4 Inschriften aufgeführtund besprochen werden, in denen der Name des Nero absichtlich ge-tilgt ist. Ueber solche Namenstilgungen bemerkt Aschbach zunächstFolgendes:Es kommen nicht selten römische Steininschriften vor,auf welchen, ungeachtet ihrer sonstigen guten Erhaltung, einzelneWörter, besonders Personennamen, ausgetilgt sind, so dass es amTage liegt, dass die Verstümmelung nicht durch Zufall und durchdie Zeit herbeigeführt, sondern mit Absicht und zwar schon im Alter-thum gemacht worden sei- Solche verstümmelte Inschriften beziehensich fast immer auf historisch merkwürdige Persönlichkeiten; gewöhn-lich betreffen sie römische Kaiser, öfters aber auch Glieder ihrer Fa-milie oder ihrer Minister. Waren solchen Personen zu Ehren und zurUeberlieferung ihres Namens auf die Nachwelt öffentliche Denkmälererrichtet oder Inschriften gesetzt, und fand man später auf Seiten desrömischen Senats und der neuen zur Herrschaft gekommenen Gewalt,dass die in der angeführten Weise früher ausgezeichneten Personenunwürdig jeder Ehre und jeder ruhmvollen Erwähnung seien, so wur-den die ihnen errichteten Denkmäler entweder ganz vernichtet, oderdoch wenigstens die darauf befindlichen Inschriften, die ihrer gedach-ten, in der Art verstümmelt, dass man die verhassten Personennamenausmeisselte oder sonst unlesbar machte. Ein derartiges öffentlichesTodtengericht oder Strafverfahren gegen die, welche an der Spitze desStaates gestanden und ihre Gewalt missbraucht hatten, war bei denRömern ein ziemlich alter Gebrauch: seine Entstehung fällt schon indie früheren Zeiten der Republik. In den ersten Jahrhunderten derKaiserherrschaft wurde über mehre tyrannische Herrscher, deren schänd-liche und ruchlose Regierungen für alle Zeiten gebrandmarkt zu wer-den verdienten, von Seifen des Senats mit Zustimmung der neuerhobe-nen Kaiser verordnet, dass den gestürzten Tyrannen als Hochverräthernnicht nur das ordentliche Begräbniss versagt und ihre Gebeine in dieTiber geworfen, sondern dass sie auch für öffentliche Feinde des rö-mischen Staates und Volkes, ja selbst der Menschheit, erklärt werdensollten. Um ihr schmachvolles Ande.nken auszutilgen, wurden ihreStatuen umgestürzt, die für sie aufgehängten Ehrenschilde und Bildnisseauf deir Boden geworfen und vernichtet, die Münzen mit ihrem Bildeund Namen wo möglich eingeschmolzen, und in den Inschriften aufGebäuden und öffentlichen Monumenten, die ihrer Erwähnung thaten,ihr Name ausgemeisselt oder sonst vertilgt. Den Namen des Nero traf