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Die Rheinlandschaft von Nymwegen bis Xanten unter der Herrschaft der Römer : nach den Quellenschriftstellern und eigenen Localforschungen dargestellt
Entstehung
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der Ecke, wenn man nach dem Schlosse zu geht, so dass die späteremittelalterliche Burg sich an den Thurm anlehnte- Auch wurde mir dieungeheure Festigkeit des Baues hervorgehoben, die so gross war, dass, als man sich vergeblich bemüht, ihn niederzureissen, und zuletzt un-tergraben hatte, die colossalen Massen noch immer allen Anstrengungentrotzten], bis er endlich durch sein eigenes Gewicht umstürzte, wobeidie Trümmer nach allen Seiten mit solcher Heftigkeit geschleudertwurden, dass der dicke Staub noch in dem Dorfe Millingen wahrge-nommen wurde. Die Zerstörung des Bauwerks geschah erst zu An-fang unsers Jahrhunderts, und zwar bloss um Baumaterial zu gewin-nen ; ungeachtet aller Nachsuchungen an Ort und Stelle ist es mir nichtgelungen, einen Ueberrest dieses wichtigen Denkmals, das durch seineFestigkeit und geschützte Lage so vielen Jahrhunderten Trotz geboten,wiederaufzufinden.

21.

Der Fund bestand in einem menschlichen Gerippe mit einemSchwerdte an der Seite, und einigen Römermiinzen. Sehr bemer-kenswerte ist ferner die Angabe, es sei vor mehren Jahren bei Mil-lingen von einem Landmann ein gewölbter Gang unter dem Bodenentdeckt worden, der die Richtung nach Empel gehabt habe; derselbewurde auf eine kurze Strecke verfolgt, als aber das Licht erlosch,ward die fernere Nachsuchung aus Furcht aufgegeben. Damit in Ver-bindung steht die andere Mittheilung, es sei ehemals in den unternRäumen der alten Burg der Eingang zu einem unter der Erde laufen-den gewölbten Gange vorhanden gewesen, der bis nach Millingen ge-führt habe. Diese Angaben gewinnen au Bedeutung, wenn man be-denkt, dass sich Sagen von unterirdischen Gängen häufig an die Stätten[ römischer Befestigungen anknüpfen, und dass solche Gänge zuweilenwirklich gefunden wurden; in unsenn vorliegenden Falle aber steigertsich die Wahrscheinlichkeit, wenn man hinzunimmt, dass die Besatzungdes Wartthurms zu Empel höchst wahrscheinlich auf dem gleichfallsim Sumpf gelegenen aber etwas erhöhten Terrain von Millingen ebenso wie die des Monferland in der Gegend von 'sHeerenberg sichangebaut hatte, worauf auch der Fund von Allerthümern daselbst hin-weist, und dass es für die geringe Zahl der dort sich aufhaltendenKrieger nothwendig war, bei drohender Cefahr an ihren durch Naturund Kunst geschützten Stationsort zu Empel sich alsogleich zurück-ziehen zu können; daher verdienen jene Angaben jedenfalls eine wei-tere Nachforschung.

22.

Eine Beschreibung davon liefert ebenfalls Dr. Bird in der angef.Schrift S. 59 ff.