Druckschrift 
Die Rheinlandschaft von Nymwegen bis Xanten unter der Herrschaft der Römer : nach den Quellenschriftstellern und eigenen Localforschungen dargestellt
Entstehung
Seite
99
Einzelbild herunterladen
 

sepulchra antiqua et numismala. Eximium aureum nummum Julii Ma-joriani imp. hie inventum Embricae vidi. Teschenmacher, Amiales Juliae,Cliviae, Montiae 1721 p. 30. Ueber den Fund einer Goldmünze vonHadrian s. Janssen, Oudh. Med. III, bl. 240. Auch ein Salbfläsch-chen, eine thönerue Lampe und ein fhönerner Krug, welche ehedemin 'sHeerenberg aufbewahrt wurden., rühren wahrscheinlich von demOrte oder seiner Umgebung her. Janss. Oudh- Med. III, bl. 241.

17.Eine Beschreibung dieses Wartthurms ist uns aufbewahrt von Dr.Bird in seiner Schrift: Ueber die Bedeutsamkeit der Gegend des Nie-derrheins zur Zeit der römischen Herrschaft. Wesel 1826, S- 65 ff.

18.Die oberste Etage führte auch den Namen ..Heideutempel", weilman darin Aehnlichlieit mit den Kapellen zu Nymwegen, Olfmarsheimim Elsass etc. zu finden glaubte, die bekanntlich ebenfalls lange Zeitliir heidnische Tempel gehalten wurden- Ueber die Beschaffenheitder Ziegel, aus denen das Mauerwerk bestand, bemerkt Dr. Bird:DieZiegelsteine waren im Innern sehr roth , und dabei last noch einmalso lang, so hoch und so breit geformt, als es diejenigen Ziegelsteinesind, welche heut zu Tage am Niederrhein gebrannt werden."

19.Dr. Bird sagt daher: Die Gegend um Impel ist einst ein grosserMorast und Sumpf gewesen; ein Sumpf heisst in der veralteten SpracheeinPfuhl", und deswegen trägt das Haus Impel wohl seinen Namendas Haus im Pfuhl" woraus späterImpul",Impel" und garEmpel"entstanden ist. Nach Mone (celt. Forsch.) ist em = Bach, und pel od-pul = Wasser. In Urkunden des 14. Jahrhunderts heisst es Burg undHauszu der Empel", und der Besitzer wird genannt Rülgervon derEmpel" (Lacomblet IIP, 474, 563, 618), wonach die Ableitung aus demCellischen vor der obigen um so mehr den Vorzug verdient, wenn manhinzunimmt, dass sich Ortsnamen mit ähnlicher Zusammensetzung, wieAs-pel, Hönne-pel (Honepul u- Honepol bei Lacomblel I, 332, II, 14,45) in der Nähe finden.

20.

Die Mauern des Thurmes waren so ungeheuer fest und gleichsameine Masse geworden, sagt Dr. Bird, dass ein Abbruch unllumlicli war,und daher ward der Koloss, der eine Ewigkeit andauern zu sollen be-stimmt schien, durch Untergrabung und mit Hülfe des Feuers einge-stürzt.

Das ehemalige Vorhandensein des Thurmes ist bei alten Leutender Gegend noch im Andenken; man zeigte mir genau die Stelle, woderselbe gestanden, und zwar, wie auch Bird angibt, linker Hand an

7*