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Die Rheinlandschaft von Nymwegen bis Xanten unter der Herrschaft der Römer : nach den Quellenschriftstellern und eigenen Localforschungen dargestellt
Entstehung
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lieh auf den Gebirgshöhen des Oberrheins zu suchensind, 22 ) denen wir aber in unsrer niederrheinischen Land-schaft mit vieler Wahrscheinlichkeit auch die kleinerenWarten auf den Höhen zwischen den grösseren Militärpostenzurechnen dürfen. Als mit Anfang des 5. JahrhundertsStilicho die Rheinfesten ihrer Besatzungen beraubt hatte,um, indem er die Gränze für gesichert hielt, die Truppenanderwärts zu verwenden, brachen die wilden Schaaren derVandalen, Alanen u. A. zerstörend und verwüstend in Gal-lien ein, und der letzte Tag des Jahres 406 war auch derletzte für die im Laufe von mehr als vier Jahrhundertengeschaffenen Römerwerke geworden, die sich von jetzt anaus ihrem Zustande der Zerstörung nicht mehr erhoben;was aber diese verheerenden Züge noch verschont hatten,wurde um die Mitte des 5. Jahrhunderts durch die Schwärmeder Hunnen vollends zu Grunde gerichtet. Die Herrschaftder Römer hatte ihr Ende erreicht und neue Einrichtungenwurden, unter völliger Besitznahme des Landes durch ebendie Franken, die seit fast drei Jahrhunderten in unaufhör-lichen Kämpfen die Gränze beunruhigt hatten, auf derenTrümmern gegründet.

Fassen wir zum Schlüsse die Ergebnisse unsrer örtlichenUntersuchungen mit den historischen Berichten der altenSchriftsteller in dieser letzten Periode der römischen Ober-herrschaft zusammen; so ergibt sich uns ein keineswegserfreuliches kriegerisches Bild von dem Zustande unseresLandes und von den grossen Anstrengungen, welche dassinkende Römerreich machen musste, um den wilden An-drang der immer heftiger auftretenden Völkerstürme vonseinen Gränzen abzuhalten. Wir sehen drei grosse Lager,