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Die Rheinlandschaft von Nymwegen bis Xanten unter der Herrschaft der Römer : nach den Quellenschriftstellern und eigenen Localforschungen dargestellt
Entstehung
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sechs grössere und Heinere Castelle nebst einer Anzahlkleinerer Warten auf eine Strecke von nicht mehr als 9Meilen sich dem linken Ufer des Stromes entlang anein-anderreihen, um bald die in grösseren Schaaren in's Landfallenden überrheinischen Völker in Feldzügen zu bekriegen,bald den in kleineren Abtheilungen auf Eaub ausziehendenFeind zu verjagen und die Gegend nach den verschiedenenRichtungen zu beobachten und zu schützen. Zwar wech-selten diese Perioden der Plünderung und Zerstörung mitruhigeren Zeiten ab, in denen die Feinde durch kräftigeMaassregeln eingeschüchtert waren, aber stets mussten dieBewohner dieser Gränzlande auf ihrer Hut, Tag und Nachtdie Wachen in den Warton auf ihren Posten und die Be-satzungen in den Castellen schlagfertig sein, bis doch zuletztallen Vorsichtsmassregeln und Vertheidigungsanstalten miteinem Schlage ein Ende gemacht und alle die militärischenWerke zusammt den damit verbundenen Anlagen des bür-gerlichen Verkehrs in den "heranziehenden Völkerstürmenzu Grunde gingen. In das hinterlassene Erbe der Römertraten'die so lange darnach trachtenden fränkischen Völker,und auf den Trümmern der zerstörten Städte, Lager, Ca-stelle und Landhäuser erhoben sich allmälig fränkischeBurgen und Ortschaften, und auch sehr viele unserer heu-tigen Städte, Dörfer und einzelne Landgüter lassen sichauf jene längst verschwundenen Anlagen der Römer zurück-führen. So finden wir auf der Anhöhe, wo einst die römi-sche Warte Burginacium stand, im 10. Jahrhundert einestarke Veste, Munna, später Munreberg genannt, währendam Fusse auf den Trümmern der gleichnamigen Ortschaftwahrscheinlich das Dorf Munne lag, das schon längst wie-derum völlig verschwunden, gleichwie von dem in der