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Die Rheinlandschaft von Nymwegen bis Xanten unter der Herrschaft der Römer : nach den Quellenschriftstellern und eigenen Localforschungen dargestellt
Entstehung
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linke Rheinseite durch Tiberius, wo sie unter dem NamenQugemi, d. h. Ansiedler, in der Strecke zwischen Maasund Rhein, aus der Nähe von Nymwegen bis gen Neussliinauf, ihre Sitze erhielten, um die dort noch theils ödentheils waldigen Gegenden zu bebauen. ) Hierbei wirddie Frage nicht unerwähnt bleiben dürfen, ob nicht dergrosse, in einiger Entfernung östlich von Nymwegen überden Hunerberg ziehende Erdwall die westliche Gränzezwischen diesen übergesiedelten Germanen und dem Gebieteder Bataver bildete, und ob ferner nicht auch ein Theilder so zahlreichen Erdwälle, welche den grössten Theildes genannten Landstriches bedecken, eben derselben Zeitangehören, insbesondere diejenigen dieser Wälle, welchemeistens kleinere Einschlüsse verschiedener Form darstellen,und als solche sowohl zur Umgränzung als zum Schutzedes den Kolonisten zugetheilten Landeigenthums gedienthaben können. n ) Das zweite der oben angedeutetenEreignisse bezieht sich auf den unter dem Kaiser Neroerrichteten Altar des Mars Camulus zu Byndem: es hattensich nämlich die Frisen in dem am rechten Rheinufer leergebliebenen schmalen Landstriche ohne Weiteres nieder-gelassen, was ihnen aber von dem römischen Befehlshaberam Niederrhein, Paullinus Pompejus, untersagt -wurde. Einenach Rom gerichtete frisische Gesandtschaft wurde vondem Kaiser Nero gleichfalls abschläglich beschieden, undda die Frisen dennoch nicht aus dem in Besitz genom-menen Gebiete weichen wollten, so wurden sie mit Gewaltder Waffen daraus vertrieben. 12 ) Auf diesen für die Römerglücklichen Kampf, der wohl von der Besatzung des Castellszu Ryndern geführt wurde, bezieht sich, unsrer Meinimgnach, die Aufschrift des Altares, den die Krieger, ob des