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errungenen Sieges, nebst einem Tempel,- ihrem einheimischenKriegsgotte geweiht hatten (zwischen 54 ü. 68 n. Chr.) —Wir gehen nun zu dem denkwürdigen hatavischen Kriegeüber, der grade in unserer Gegend seinen Anfang genom-men, und in seinen verschiedenen Phasen durch mehrewichtige Ereignisse an dieselbe geknüpft ist. Nach demausführlichen Berichte des Tacitus wird es uns leicht sein,den Schauplatz einiger der vorzüglichsten Begebenheitendieses Krieges genau zu ermitteln, und dadurch in denGang der Ereignisse überhaupt ein helleres Licht zubringen, als es ohne genügende Localuntersuchungenbisheran thunlich war. — Civilis hatte die Vornehmstendes Landes Und die Wackersten aus dem Volke unterdem Scheine eines Opfermahles in einem heiligen Haineversammelt, und dort mit ihnen eine Erhebimg gegen dasdrückende Joch der römischen Herrschaft verabredet.Wenn wir hierbei in Betracht ziehen, dass das damaligeOppidum der Bataver, wie schon früher erwähnt, auf derHöhe der jetzigen Stadt Nymwegen gelegen war; so wirduns die Annahme, dass jener „heilige Harn", in welchemdie Versammlung stattfand, kein anderer, als der jetzigeKeichswald war, der sich noch gegenwärtig aus der Nähevon Nymwegen bis nach Clevc hinaufzieht, in älterer Zeitaber eine noch grössere Ausdehnung hatte, kaum einenZweifel übrig lassen. Civilis überfiel bald hierauf einStandlager der Römer im Lande der Bataver und drohteauch den von Drusus dem Rheine entlang angelegten Ca-stellen Zerstörung, weswegen sie von den Präfecten, da sieeinem feindlichen Angriffe in Masse nicht widerstehen könn-ten, angezündet wurden; die Besatzungen aber zogen sichin den oberen Theil der hatavischen Insel zurück, nämlich