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Die Rheinlandschaft von Nymwegen bis Xanten unter der Herrschaft der Römer : nach den Quellenschriftstellern und eigenen Localforschungen dargestellt
Entstehung
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anlagen hatte sich Drusus den obersten Theil der batavischenInsel, da wo Rhein und Waal sich scheiden, zum Sammel-und Uebungsplatz der Truppen für die Kriegsführung inGermanien erwählt, wozu diese ringsum fast völlig vonWasser umflossene grasreiche Ebene sehr wohl geeignetwar. Hier bot sich ihm nicht minder auch die günstigsteLocalität zum Bau der Schiffe, wozu der nahegelegeneReichswald das Material im Ueberfiuss lieferte, und wennwir alle Umstände in Betracht ziehen, so dürfen wir mitSicherheit die Localität bei dem jetzigen Rauberg als dieFlottenstation des Drusus sowohl als späterhin seines SohnesGermanicus ansehn. Bei diesem Orte nämlich zog sich zurZeit, als noch der Rhein hier seinen Lauf hatte, das Landvom rechten Ufer aus tief in den Fluss hinein, so dass sichein natürlicher Hafen gebildet hatte, der eben so zumsicheren Aufenthalte der Schiffe, als überhaupt die bata-vische Insel, nach dem Zeugnisse des Tacitus, zur Aufnahmeund Beförderung der Truppen zum Kriege wohl gelegenwar. 6 ) Ohne Zweifel hatten die Römer diese schon vonNatur wohlgeschützte Landzunge eben so wohl befestigt,wie wir noch zu Anfang des 11. Jahrhunderts eine derstärksten Vesten der Gegend urkundlich daselbst wieder-finden. ') Nicht minder sicher können wir diesen Punct,der des sehr schmalen Flussbettes wegen zum Uebersetzensehr bequem war, als den Ueberfahrtsort der Truppen nachGermanien ansehn, wie sich denn auch bis in die neuereZeit hier eine Ueberfahrtsstelle erhalten hat. Wenn daherder Geschichtschreiber (Dio Cassius) sagt, 8 ) Drusus habeseinen Kriegszugüber die batavische Insel hin u (xaraavxrjv Trjv Trat' Buxavwv vrjaov) genommen, so stimmt dieseswörtlich mit dem Ergebnisse unsrer Untersuchung überein,